Stadtgeflüsterinterview in der MZ am 08.04.2010
FRISCH MARKIERT

Stell dir vor, Deutschland wird Weltmeister und keiner merkt’s.
Verrückt, oder? Doch genau das ist der Fall: Die deutsche
Paintball-Nationalmannschaft hat im letzten Jahr die World Games
gewonnen – das weiß nur leider niemand. Für Sascha Pavleski und Artur
Neumann aus Münster ist dieser Sieg trotzdem ein großer Erfolg. Vor
einem Jahr haben sie sich mit Paintball Alcatraz selbständig gemacht.
Warum Paintball einen schlechten Ruf hat und wofür der Sport wirklich
steht, erzählen sie bei einem Käffchen.
Sarah Bornemann trifft Sascha Pavleski und Artur Neumann.
Paintball ist ein Reizthema, Biathlon hingegen olympisch. Zu Recht?
S: Beim Biathlon heißt es: „Die schießen nur auf Scheiben.“ Ursprünglich haben die Norweger dabei aber auf die Köpfe der einfallenden Wikinger gezielt. Und der große Aufhänger beim Paintball ist, dass wir auf Leute schießen. Ja – aber mit Farbe!
A: Uns ist klar, dass wir nicht die Unterstützung der gesamten Bevölkerung haben, aber ich muss ja nicht jeden Sport gut finden. Ich finde Eiskunstlaufen super langweilig, trotzdem akzeptiere und toleriere ich das, genau wie andere Sportarten auch. So sollte das mit Paintball auch sein.
S: Das Problem ist, dass viele Leute ein vorgefertigtes Bild vor Augen haben und nicht erkennen, dass das ein Sport und ein Riesenspaß ist.
Woher kommt das?
S: Bei uns werden aus luftdruckbetriebenen Markierern Paintkugeln geschossen. Die Leute sehen darin etwas Martialisches und denken, das wären Waffen. Dem ist aber nicht so. Wir markieren die Gegenspieler, um sie aus dem Spiel zu bringen, das eigentliche Ziel ist jedoch, eine Fahne zu erobern!
A: Auf der einen Seite steht in der Zeitung „Schneeballmeisterschaft, ein Riesenfun“ und auf der anderen Seite wird Paintball verteufelt. Im Prinzip ist es doch das Gleiche!
Also wird Paintball missverstanden?
A: Ich denke, der Ursprung liegt Jahre zurück. Früher war es ein illegales Treiben und man hat es überwiegend im Wald gespielt. Da wollte man natürlich möglichst lange unentdeckt bleiben, also hat man Tarnkleidung getragen. Außenstehende dachten, das wären Wehrsportgruppen oder so, obwohl das auch nur ganz normale Jungs und Mädels waren, die ein bisschen Spaß haben wollten. Da sind dann die Vorurteile entstanden, und die haften uns heute noch an.
Was tut Ihr dagegen?
A: In den 90er Jahren gab es die „No Camo“-Bewegung, wo man gesagt hat: Weg von den Tarnklamotten! Überwiegend wird Paintball heute als Sport und Fun verstanden, wo Leute auch in Kostümen ankommen und ihren Spaß haben. Es ist noch nie vorgekommen, dass jemand die Halle verlassen hat und sauer war.
Paintball macht also nicht aggressiv?
A: Um Gottes Willen, nein!
Aber Ihr reagiert euch dabei ab?
S: Welcher Sport dient denn nicht dazu, überschüssige Energie abzubauen? Paintball ist ein Sport, bei dem man sich auspowern kann! Es ist schon sehr anstrengend, weil der Körper permanent unter Anspannung ist, man viel rennt, versucht, sich zu verstecken.
A: Man kommt, um zu schwitzen, Spaß zu haben und um viele neue Leute kennenzulernen. Es gibt so viele Freundschaften, die sich hier in diesen elf Monaten entwickelt haben! Und jeder Neue wird empfangen und aufgenommen. Da sagt keiner „Hm, wer ist denn das?“. Hier interessiert die Leute einfach nur: Wollen wir zusammen spielen oder nicht?
Tut’s eigentlich sehr weh, wenn man getroffen wird?
A: Naja, so schlimm ist’s nicht.
S: Wenn die Leute erst mal gespielt haben, kommen sie runter und sagen „Das tut ja gar nicht so weh!“. Das ist ein Ziepen, was nach zwei Sekunden erloschen ist. Aber man will somit ja nicht getroffen werden! Das ist der Reiz.
Ein gefährlicher Reiz?
S: Nein! Von einem amerikanischen Versicherer wurde mal eine Untersuchung in Auftrag gegeben, wie hoch das Verletzungsrisiko bei den verschiedenen Sportarten ist. Und Paintball ist hinter Angeln und Bowling geführt! Man ist schließlich geschützt und hat eine Maske auf. Verletzungen, die durch Paint entstehen, sind praktisch nicht vorhanden.
A: Wir achten auch sehr streng drauf, dass immer Masken auf dem Spielfeld getragen werden – safety first. Genauso gibt es zum Schutz der anderen diesen Laufsocken, der über den Lauf gezogen wird, wenn man den Markierer vom Feld trägt.
Wie schnell fliegt so eine Kugel Paint?
A: Mit 235 km/h. Das ist deutsche Rechtssprechung und so sind die Markierer auch eingestellt und verblombt, also man kann da nicht rumschrauben.
Na gut. Maske, Markierer - jetzt geh ich da raus und mach die anderen fertig?
A: Weit gefehlt. Der Einzelspieler selber kann kein Spiel gewinnen, das Team alleine zählt. Paintball ist ein taktisches Spiel. Sobald man über das Gelegenheitsspiel hinaus ist, spricht man sich ab, wer welche Position spielt. Kommunikation ist überaus wichtig, die entscheidet zwischen gut und schlecht spielen.
S: Beim Paintball gibt es keine One-Man-Show. Mit Sicherheit mal den ein oder anderen Ausnahmespieler, aber je höher man spielt, desto taktischer wird das ganze.
Was muss ich sonst noch alles wissen?
A: Was viele nicht wissen, ist: Es gibt eine deutsche Paintballliga.
S: In den unteren Ligen fängt man in einem Drei-Mann-Kader an, also drei gegen drei. Dann hast du beim Paintball für jeden Spieler einen Marshall, also einen Schiedsrichter. Auf dem Feld sind also noch sechs Marshalls. Ziel des Spiels ist es, die gegnerische Fahne auf der anderen Seite des Spielfelds zu bekommen. Es ist also nicht vordergründig, den Gegner zu markieren, aber man kommt nicht umher.
Paintball kommt aus Amerika, oder?
A: Manche sagen mittlerweile auch Australien. Forstarbeiter haben die Markierer entwickelt, um ihre Bestände zu markieren und Viehzüchter haben sie für ihre Tiere verwendet. Ein paar Leute haben das dann als Spielvariante ausprobiert und so hat sich das dann weiterentwickelt.
Und heute habt Ihr beide eine eigene Halle. Wie kam’s?
S: Letztendlich war der Stein des Anstoßes, dass wir zum einen in unserem Leben etwas verändern wollten und zum anderen, dass wir in Hallen gespielt haben, wo wir uns gedacht haben, das muss doch möglich sein, so was besser zu gestalten. Und dann haben wir gesagt: Komm, wir brechen jetzt alles hinter uns ab und probieren was neues.
Sollte Paintball nicht verboten werden?
A: Das kam letztes Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden wieder auf, weil den Leuten Sicherheit suggeriert werden sollte: „Wenn wir Paintball abschaffen, gibt’s keine Amokläufe mehr.“ Nachweislich hat kein Amokläufer Paintball gespielt, und wenn doch, dann illegal – Paintball ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt und das ist auch gut so, finden wir.
S: Unser Sport darf nicht als Substitut für familiäre und soziale Missstände herhalten. Als Paintball verboten werden sollte, hatten wir gerade 14 Tage auf. Wir haben unser gesamtes Kapital hier reingepulvert, ich hab meinen Job aufgegeben – das war Schockstarre, ich war fix und fertig.
Was hätte das für Euch bedeutet?
S: Erst mal zum Amt gehen und Arbeitslosengeld beantragen. Hier stecken mittlerweile rund 60 000 Euro drin! Was mach ich mit dem ganzen Equipment? Kann ich direkt entsorgen.
Wie konnte das Verbot abgewendet werden?
S: Das Interessante war, dass ganz viele Leute, die keine Berührungspunkte mit Paintball hatten, trotzdem Partei für uns ergriffen haben. Die Kite-Surfer zum Beispiel haben im gleichen Atemzug mit den Paintballern eine Petition eingereicht! Vor dem Hintergrund: Wenn Paintball verboten wird – wo fängt das an, wo hört das auf, dass der Staat reglementiert?
Wo seht Ihr Euren Sport in zehn Jahren?
A: Wenn die Szene bzw. der Sport weiterhin wächst, dann ist Paintball aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. 2004 wäre Paintball fast olympische Präsentationssportart geworden. Und seit den World Games 2009 in Taiwan ist Deutschland Weltmeister! Das ist auf jeden Fall ein Erfolg für den Sport.
S: Ich denke, wenn wir ein paar Jahre weiter sind, wird Paintball auch eine Art Volkssport sein.
Und wer spielt Paintball?
S: Man könnte ja annehmen, das wären hier alles Waffenverrückte – dem ist gar nicht so. Wir haben hier Ärzte, Anwälte, Kaufleute, Mechaniker, Akademiker, Unternehmensberater... Alle Gesellschaftsschichten spielen Paintball. Wer allerdings langfristig dabei bleiben möchte, muss ein paar Knicker in der Hinterhand haben.
Wie viel kostet das denn?
S: Als Student kannst du bei uns schon relativ günstig spielen. Wenn man keine eigenen Sachen hat, bieten wir das ab 25 Euro an.
Wie ich sehe, läuft der Laden.
A: Ich denke schon. Wir haben einen guten Zulauf von neuen Gästen und Stammgästen.
S: Schade, dass Du noch keine andere Halle gesehen hast. Ich sag jetzt mal ein bisschen mit Stolz: In NRW kann uns keine Halle so wirklich das Wasser reichen, von der Sauberkeit, von der Ordnung und so weiter.
A: Das ist auch ein Maßstab, den wir uns gesetzt haben: Die Halle soll sauber sein. Jeder Spieler, der am nächsten Tag kommt, soll ein sauberes Spielfeld vorfinden. Duschen und Umkleidekabinen gibt es auch nicht in jeder Paintballhalle! Und unter unserem Kunstrasen ist auch noch eine Elasthanschicht, wodurch die Gelenke geschont werden. Das ist sehr komfortabel.
Ihr habt also eine Luxus-Halle, die bald ihr bald Einjähriges feiert.
A: Ja, am 18. April werden wir hier unseren zweiten Alcatraz Fun-Cup ausrichten – Zuschauer (ab 18) herzlich willkommen!
Nur gucken ist auch okay?
A: Auf jeden Fall! Jeder, der über Paintball redet, sollte erst mal wissen, worüber er sich da ein Urteil erlaubt. Wenn Fragen sind, stehen wir jederzeit dazu bereit, die auch zu beantworten.
Das stimmt! Vielen Dank für das Gespräch!
S: Beim Biathlon heißt es: „Die schießen nur auf Scheiben.“ Ursprünglich haben die Norweger dabei aber auf die Köpfe der einfallenden Wikinger gezielt. Und der große Aufhänger beim Paintball ist, dass wir auf Leute schießen. Ja – aber mit Farbe!
A: Uns ist klar, dass wir nicht die Unterstützung der gesamten Bevölkerung haben, aber ich muss ja nicht jeden Sport gut finden. Ich finde Eiskunstlaufen super langweilig, trotzdem akzeptiere und toleriere ich das, genau wie andere Sportarten auch. So sollte das mit Paintball auch sein.
S: Das Problem ist, dass viele Leute ein vorgefertigtes Bild vor Augen haben und nicht erkennen, dass das ein Sport und ein Riesenspaß ist.
Woher kommt das?
S: Bei uns werden aus luftdruckbetriebenen Markierern Paintkugeln geschossen. Die Leute sehen darin etwas Martialisches und denken, das wären Waffen. Dem ist aber nicht so. Wir markieren die Gegenspieler, um sie aus dem Spiel zu bringen, das eigentliche Ziel ist jedoch, eine Fahne zu erobern!
A: Auf der einen Seite steht in der Zeitung „Schneeballmeisterschaft, ein Riesenfun“ und auf der anderen Seite wird Paintball verteufelt. Im Prinzip ist es doch das Gleiche!
Also wird Paintball missverstanden?
A: Ich denke, der Ursprung liegt Jahre zurück. Früher war es ein illegales Treiben und man hat es überwiegend im Wald gespielt. Da wollte man natürlich möglichst lange unentdeckt bleiben, also hat man Tarnkleidung getragen. Außenstehende dachten, das wären Wehrsportgruppen oder so, obwohl das auch nur ganz normale Jungs und Mädels waren, die ein bisschen Spaß haben wollten. Da sind dann die Vorurteile entstanden, und die haften uns heute noch an.
Was tut Ihr dagegen?
A: In den 90er Jahren gab es die „No Camo“-Bewegung, wo man gesagt hat: Weg von den Tarnklamotten! Überwiegend wird Paintball heute als Sport und Fun verstanden, wo Leute auch in Kostümen ankommen und ihren Spaß haben. Es ist noch nie vorgekommen, dass jemand die Halle verlassen hat und sauer war.
Paintball macht also nicht aggressiv?
A: Um Gottes Willen, nein!
Aber Ihr reagiert euch dabei ab?
S: Welcher Sport dient denn nicht dazu, überschüssige Energie abzubauen? Paintball ist ein Sport, bei dem man sich auspowern kann! Es ist schon sehr anstrengend, weil der Körper permanent unter Anspannung ist, man viel rennt, versucht, sich zu verstecken.
A: Man kommt, um zu schwitzen, Spaß zu haben und um viele neue Leute kennenzulernen. Es gibt so viele Freundschaften, die sich hier in diesen elf Monaten entwickelt haben! Und jeder Neue wird empfangen und aufgenommen. Da sagt keiner „Hm, wer ist denn das?“. Hier interessiert die Leute einfach nur: Wollen wir zusammen spielen oder nicht?
Tut’s eigentlich sehr weh, wenn man getroffen wird?
A: Naja, so schlimm ist’s nicht.
S: Wenn die Leute erst mal gespielt haben, kommen sie runter und sagen „Das tut ja gar nicht so weh!“. Das ist ein Ziepen, was nach zwei Sekunden erloschen ist. Aber man will somit ja nicht getroffen werden! Das ist der Reiz.
Ein gefährlicher Reiz?
S: Nein! Von einem amerikanischen Versicherer wurde mal eine Untersuchung in Auftrag gegeben, wie hoch das Verletzungsrisiko bei den verschiedenen Sportarten ist. Und Paintball ist hinter Angeln und Bowling geführt! Man ist schließlich geschützt und hat eine Maske auf. Verletzungen, die durch Paint entstehen, sind praktisch nicht vorhanden.
A: Wir achten auch sehr streng drauf, dass immer Masken auf dem Spielfeld getragen werden – safety first. Genauso gibt es zum Schutz der anderen diesen Laufsocken, der über den Lauf gezogen wird, wenn man den Markierer vom Feld trägt.
Wie schnell fliegt so eine Kugel Paint?
A: Mit 235 km/h. Das ist deutsche Rechtssprechung und so sind die Markierer auch eingestellt und verblombt, also man kann da nicht rumschrauben.
Na gut. Maske, Markierer - jetzt geh ich da raus und mach die anderen fertig?
A: Weit gefehlt. Der Einzelspieler selber kann kein Spiel gewinnen, das Team alleine zählt. Paintball ist ein taktisches Spiel. Sobald man über das Gelegenheitsspiel hinaus ist, spricht man sich ab, wer welche Position spielt. Kommunikation ist überaus wichtig, die entscheidet zwischen gut und schlecht spielen.
S: Beim Paintball gibt es keine One-Man-Show. Mit Sicherheit mal den ein oder anderen Ausnahmespieler, aber je höher man spielt, desto taktischer wird das ganze.
Was muss ich sonst noch alles wissen?
A: Was viele nicht wissen, ist: Es gibt eine deutsche Paintballliga.
S: In den unteren Ligen fängt man in einem Drei-Mann-Kader an, also drei gegen drei. Dann hast du beim Paintball für jeden Spieler einen Marshall, also einen Schiedsrichter. Auf dem Feld sind also noch sechs Marshalls. Ziel des Spiels ist es, die gegnerische Fahne auf der anderen Seite des Spielfelds zu bekommen. Es ist also nicht vordergründig, den Gegner zu markieren, aber man kommt nicht umher.
Paintball kommt aus Amerika, oder?
A: Manche sagen mittlerweile auch Australien. Forstarbeiter haben die Markierer entwickelt, um ihre Bestände zu markieren und Viehzüchter haben sie für ihre Tiere verwendet. Ein paar Leute haben das dann als Spielvariante ausprobiert und so hat sich das dann weiterentwickelt.
Und heute habt Ihr beide eine eigene Halle. Wie kam’s?
S: Letztendlich war der Stein des Anstoßes, dass wir zum einen in unserem Leben etwas verändern wollten und zum anderen, dass wir in Hallen gespielt haben, wo wir uns gedacht haben, das muss doch möglich sein, so was besser zu gestalten. Und dann haben wir gesagt: Komm, wir brechen jetzt alles hinter uns ab und probieren was neues.
Sollte Paintball nicht verboten werden?
A: Das kam letztes Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden wieder auf, weil den Leuten Sicherheit suggeriert werden sollte: „Wenn wir Paintball abschaffen, gibt’s keine Amokläufe mehr.“ Nachweislich hat kein Amokläufer Paintball gespielt, und wenn doch, dann illegal – Paintball ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt und das ist auch gut so, finden wir.
S: Unser Sport darf nicht als Substitut für familiäre und soziale Missstände herhalten. Als Paintball verboten werden sollte, hatten wir gerade 14 Tage auf. Wir haben unser gesamtes Kapital hier reingepulvert, ich hab meinen Job aufgegeben – das war Schockstarre, ich war fix und fertig.
Was hätte das für Euch bedeutet?
S: Erst mal zum Amt gehen und Arbeitslosengeld beantragen. Hier stecken mittlerweile rund 60 000 Euro drin! Was mach ich mit dem ganzen Equipment? Kann ich direkt entsorgen.
Wie konnte das Verbot abgewendet werden?
S: Das Interessante war, dass ganz viele Leute, die keine Berührungspunkte mit Paintball hatten, trotzdem Partei für uns ergriffen haben. Die Kite-Surfer zum Beispiel haben im gleichen Atemzug mit den Paintballern eine Petition eingereicht! Vor dem Hintergrund: Wenn Paintball verboten wird – wo fängt das an, wo hört das auf, dass der Staat reglementiert?
Wo seht Ihr Euren Sport in zehn Jahren?
A: Wenn die Szene bzw. der Sport weiterhin wächst, dann ist Paintball aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. 2004 wäre Paintball fast olympische Präsentationssportart geworden. Und seit den World Games 2009 in Taiwan ist Deutschland Weltmeister! Das ist auf jeden Fall ein Erfolg für den Sport.
S: Ich denke, wenn wir ein paar Jahre weiter sind, wird Paintball auch eine Art Volkssport sein.
Und wer spielt Paintball?
S: Man könnte ja annehmen, das wären hier alles Waffenverrückte – dem ist gar nicht so. Wir haben hier Ärzte, Anwälte, Kaufleute, Mechaniker, Akademiker, Unternehmensberater... Alle Gesellschaftsschichten spielen Paintball. Wer allerdings langfristig dabei bleiben möchte, muss ein paar Knicker in der Hinterhand haben.
Wie viel kostet das denn?
S: Als Student kannst du bei uns schon relativ günstig spielen. Wenn man keine eigenen Sachen hat, bieten wir das ab 25 Euro an.
Wie ich sehe, läuft der Laden.
A: Ich denke schon. Wir haben einen guten Zulauf von neuen Gästen und Stammgästen.
S: Schade, dass Du noch keine andere Halle gesehen hast. Ich sag jetzt mal ein bisschen mit Stolz: In NRW kann uns keine Halle so wirklich das Wasser reichen, von der Sauberkeit, von der Ordnung und so weiter.
A: Das ist auch ein Maßstab, den wir uns gesetzt haben: Die Halle soll sauber sein. Jeder Spieler, der am nächsten Tag kommt, soll ein sauberes Spielfeld vorfinden. Duschen und Umkleidekabinen gibt es auch nicht in jeder Paintballhalle! Und unter unserem Kunstrasen ist auch noch eine Elasthanschicht, wodurch die Gelenke geschont werden. Das ist sehr komfortabel.
Ihr habt also eine Luxus-Halle, die bald ihr bald Einjähriges feiert.
A: Ja, am 18. April werden wir hier unseren zweiten Alcatraz Fun-Cup ausrichten – Zuschauer (ab 18) herzlich willkommen!
Nur gucken ist auch okay?
A: Auf jeden Fall! Jeder, der über Paintball redet, sollte erst mal wissen, worüber er sich da ein Urteil erlaubt. Wenn Fragen sind, stehen wir jederzeit dazu bereit, die auch zu beantworten.
Das stimmt! Vielen Dank für das Gespräch!


Kommentare
Kommentar von Meik:
(12.04.2010 22:23 Uhr)Ale EX-Grevener und Neu-Solinger kann ich die Halle nur empfehlen. Die beiden Betreiber sind sehr nett und die Halle ist wirklich im Vergleich zu anderen Hallen unglaublich sauber und gut geführt. Anfänger wie Profis sind anwesend und in spielen dort in einer harmonischen Gemeinschaft. Am Wochenende trifft man auch immer wieder diverse Junggessellen dort ;-)
MFG
Meik alias Mir3k alias Morro