Stadtgeflüsterinterview in der MZ am 25.03.2010
DER LACKAFFE

Graffiti ist schon lange kein Phänomen der Subkultur mehr. Spätestens seit dem Hype um den Londoner Künstler Banksy ist Streetart salonfähig geworden – auch in Münster. Graffitis haben sich über den Hawerkamp hinaus in den öffentlichen Raum der Stadt verbreitet. Auf vielen der bunt besprühten Häuserwände prangt die Signatur lackaffen.de. Wer sind sie bloß, diese Tierchen, die unser Stadtbild so prägen? Um das herauszufinden, mache ich mich auf zu den heiligen Hallen des Lacks, wo der Chef persönlich wartet.
Daniela Wolff trifft Philipp Scharbert.
Philipp, du bist also ein Lackaffe?
Hm. Also ein Lackaffe ist jemand mit ’ner großen Klappe und die habe ich, glaub ich, schon manchmal. Ja, in dem Punkt bin ich vielleicht schon ein Lackaffe [lacht]. Das ist nicht der Grund für den Firmennamen, der ist mir einfach so eingefallen ...
Eine Boulevardzeitung bezeichnet dich als den gefürchtetsten Sprayer Münsters ... Muss ich Angst vor dir haben?
Typisch BILD, würd ich sagen. Nee, du brauchst keine Angst vor mir zu haben.
Aber eine kriminelle Vergangenheit hast du schon, oder?
Ein bisschen, ja. Ich hab am Anfang meiner Sprüherkarriere – so zwischen 15 und 19 – auch mal wild gesprüht, aber das hat sich dann irgendwann wieder gelegt.
Wie bist du auf die Dose gekommen?
Aufmerksam geworden bin ich im Urlaub wegen ’n paar Jungs, die gesprüht haben. Zuhause habe ich dann einem Kumpel davon erzählt und der meinte: „Ja geil! Hab ich auch so voll Bock drauf“, und so fing das dann an. Früher sind wir mit Sturmmasken losgezogen und haben vor allem Autobahnbrücken gemacht ... das war mal ... ganz früher.
Warum hast du aufgehört?
Einen ausschlaggebenden Punkt gab es nicht. Wir hatten zwar schon so ein paar Bullenaktionen, aber diese Sachen haben mich eigentlich nie abgehalten. Es wurde einfach immer weniger und dann war’s ganz vorbei. Die wenigsten werden ja erwischt, glaub ich. Aber ich bin auch nicht so aktiv gewesen wie manche andere.
Haben also einfach Ethik und Moral gesiegt?
Natürlich steigt mit zunehmendem Alter auch der Respekt vor persönlichem Eigentum. Und dann gab es da die legalen Angebote für Sprayer, z.B. Aktionen vom Jugendzentrum. Da kam so viel positives Feedback, das hat irgendwie mehr gebracht. Diese Graffitis unter Brücken sind ja nur einem sehr kleinen Teil der Szene zugänglich. Auf diese Schmierereien stehen die meisten einfach nicht.
Wo verläuft die Grenze zwischen Graffiti und Schmiererei?
Da lässt sich, glaube ich, keine klare Grenze ziehen. Auch Schmierereien an Häuserwänden sind Graffiti, im Anfangsstadium zwar, aber Graffiti. Leider.
Immerhin hast du deine pubertären Verfehlungen zum Beruf gemacht. Du hast die Lackaffen gegründet.
Jap! Da war ich 24 und noch mitten im Studium. Das war alles gar nicht geplant, sondern hat sich so ergeben. Irgendwann habe ich ’nen Auftrag für eine Wand gekriegt, dann noch einen und so wurde das einfach immer mehr.
Aber bis zur eigenen Firma ist ?das doch schon noch ein Schritt.
Naja, viel brauchte ich ja nicht. Eigentlich nur meine Sprühdosen. Ich hab dann einfach ein Gewerbe angemeldet. Einen Kredit oder so musste ich nicht aufnehmen. Im Studium brauchte ich ja noch nicht so viel Geld. Mit dem BAföG und den Nebeneinkünften ging das ganz gut.
Führst du immer noch ein Ein-Mann-Unternehmen?
Ja, ich bin der einzige Festangestellte. Wenn ich größere Aufträge habe, hol ich mir zwar Unterstützung, aber die Verantwortung bleibt bei mir.
Du machst ja auch echt sehr viel. Ich bin heute schon an drei deiner Wände vorbeigeradelt.
Jetzt im Winter ist es ein bisschen ruhiger, aber insgesamt ist die Auftragslage gut. Im Moment mache ich eher Indoorsachen und Kühlschränke. Die sind vor ca. zwei Jahren dazugekommen und bilden inzwischen eins meiner wichtigsten Standbeine.
Mal Hand aufs Herz: Fehlt dir nicht der Kick des illegalen Sprayens? Soll ja ein regelrechter Rausch sein ...
Ja, das ist es! Ein ganz schöner Adrenalinkick, wenn du dann abends in so einen Yard reingehst, immer unter Zeitdruck und mit der Gefahr erwischt zu werden ... Das ist schon aufregend. Aber fehlt mir das? Weiß ich nicht ... Ich bin ja auch einfach 15 Jahre älter und muss das jetzt einfach nicht mehr haben. Mittlerweile ...
... machst du bei solchen Sachen wie „Münster bekennt Farbe“ mit und bemalst Stromkästen.
[Grinst] Da wurde ich aber disqualifiziert.
Unerhört! Warum das denn?
Weil ich professionell bin. Ich hab da einfach mitgemacht, ohne mir groß was dabei zu denken, hab einen Platz zugewiesen bekommen und alles. Und dann haben sie mich als Berufskünstler disqualifiziert.
Siehst du Dich selbst als Künstler?
Ich sehe mich auf jeden Fall als Handwerker und was ich mache, ist vielleicht vergleichbar mit dem Kunsthandwerk. Ob ich Kunst mache, sollen andere beurteilen ...
Aber Ausstellungen hattest du ja schon, zum Beispiel „Das große Krabbeln“ im Stadttheater.
Ja, damals hab ich auch noch freier gearbeitet. Dafür bleibt mir im Moment gar nicht so viel Zeit, aber ich möchte mich dem wieder mehr widmen. Da vorne stehen zum Beispiel zwei Leinwände mit freien Arbeiten.
Jau ... böse Insekten. Du hast offenbar ein Faible für Krabbeltiere.
Mich fasziniert diese andere Welt, die dem Menschen eigentlich verschlossen bleibt. Ich versuch mich ihr anzunähern, indem ich male, wie ich sie sehe ...
... mit blutenden Augen. Apropos Blut, du signierst deine Werke mit Blut?
Die freien Arbeiten schon. Find ich authentisch. Fälschungs-sicher. Find ich gut!
Wer inspiriert Dich? Gibt’s Künstlervorbilder?
Picasso. Dalí. Vielleicht noch Giga. Ich mag das Surrealistische, das Expressive. Da steh ich drauf.
Du bist Wahl-Münsteraner, oder?
Ja, ich hab hier studiert und mag das Flair im Sommer, mit all den Biergärten, der Promenade, den Fahrrädern ... hach, ich mag es hier einfach!
Du machst Kunst im öffentlichen Raum. Mischt sich die Stadt Münster da ein?
Die Aufträge für die großen Wände werden schon mit dem Bauordnungsamt der Stadt abgesprochen. Da muss man sich dann auch an gewisse Vorgaben halten, die aber so verkehrt nicht sind.
Werden deine Wände gecrosst, also von anderen übersprüht?
Normalerweise nicht. Es gibt da so einen Ehrenkodex in der Szene, der besagt, dass legale Aufträge respektiert und in Ruhe gelassen werden.
Wirst du beim Auftragssprayen von Passanten angepöbelt?
Ja, oft sogar! Meistens sagen die Leute aber nichts, sondern rufen direkt die Polizei. Ich bemerke die schrägen Blicke meist gar nicht, weil ich so in meine Arbeit vertieft bin. Bis dann mal wieder eine Streife auftaucht. Ich sag dann immer schon: „Moin Jungs, alles gut ...“ und damit hat sich’s.
Was war dein irrster Auftrag?
Also, der Sexshop war schon abgefahren. Das war so ein Teil mit 96 Einzelkabinen im Keller, aufgebaut wie ein Labyrinth, wo die Leute sich kennenlernen konnten. Ich hab da aber nicht während der Öffnungszeiten gesprüht, sondern nachts ...
Na, das wäre ja auch noch schöner ...
[Lacht] Aber die Nachtschichten waren auch so echt abgefahren. Wenn man das Licht im Keller angemacht hat, gingen auch gleichzeitig alle Kabinen an und alle Filme liefen. Ich war da dann irgendwie zwölf Stunden am Stück drin und hab unter Stöhnen gesprüht. Danach war ich schon ganz schön fertig ...
Oh ja ... Das glaub ich. Was für Motive wollten die?
Eher so sexuelle Motive ...
Brüste!
Ja. Frauen mit Brüsten. Frauen in Sadomaso-Outfits. Schwarze mit erigiertem Glied. So ’ne Sachen eben.
Du bist viel rumgekommen in der Welt. Eine Anekdote, please.
Ich hab so viel gemalt. Hmmm. Vor der Karibikküste von Panama in der Republik Kuna hab ich zum Beispiel mal meinen Namen an ein Haus, naja, Bambushüttchen von Indianern gesprüht. Natürlich mit Erlaubnis. Ich habe denen eine Bleistiftzeichnung auf Papier gezeigt und dann hieß es: Ja. Mach mal feddich. Mal ma’ drauf. Die sind da echt offen, ?obwohl denen Graffiti so gar kein Begriff ist. Die kennen so was halt überhaupt nicht.
Nicht?
Nee, natürlich nicht! Da kommt ja sonst keiner hin. Das ist so abgelegen. Die fahren da noch mit ihren aus Bäumen geschnitzten Kanus durch die Gegend. Das ist schon irre.
Hast du einen Traum? Ein Objekt dass du gerne mal besprühen würdest?
Was Großes! Ich würde gern alte Industrieanlagen machen, mit großen Rohrsystemen und irgendwelchen Wassertürmen. Da hätte ich Bock drauf. Zum Beispiel die Chemischen Werke Hüls bei Marl. Da sind so abgefahrene Bauten dabei. Die anmalen, das wäre Wahnsinn!
Ich sehe schon: Der Lack ist noch lang nicht ab. Dann mal frohes Schaffen und danke fürs Gespräch!
Hm. Also ein Lackaffe ist jemand mit ’ner großen Klappe und die habe ich, glaub ich, schon manchmal. Ja, in dem Punkt bin ich vielleicht schon ein Lackaffe [lacht]. Das ist nicht der Grund für den Firmennamen, der ist mir einfach so eingefallen ...
Eine Boulevardzeitung bezeichnet dich als den gefürchtetsten Sprayer Münsters ... Muss ich Angst vor dir haben?
Typisch BILD, würd ich sagen. Nee, du brauchst keine Angst vor mir zu haben.
Aber eine kriminelle Vergangenheit hast du schon, oder?
Ein bisschen, ja. Ich hab am Anfang meiner Sprüherkarriere – so zwischen 15 und 19 – auch mal wild gesprüht, aber das hat sich dann irgendwann wieder gelegt.
Wie bist du auf die Dose gekommen?
Aufmerksam geworden bin ich im Urlaub wegen ’n paar Jungs, die gesprüht haben. Zuhause habe ich dann einem Kumpel davon erzählt und der meinte: „Ja geil! Hab ich auch so voll Bock drauf“, und so fing das dann an. Früher sind wir mit Sturmmasken losgezogen und haben vor allem Autobahnbrücken gemacht ... das war mal ... ganz früher.
Warum hast du aufgehört?
Einen ausschlaggebenden Punkt gab es nicht. Wir hatten zwar schon so ein paar Bullenaktionen, aber diese Sachen haben mich eigentlich nie abgehalten. Es wurde einfach immer weniger und dann war’s ganz vorbei. Die wenigsten werden ja erwischt, glaub ich. Aber ich bin auch nicht so aktiv gewesen wie manche andere.
Haben also einfach Ethik und Moral gesiegt?
Natürlich steigt mit zunehmendem Alter auch der Respekt vor persönlichem Eigentum. Und dann gab es da die legalen Angebote für Sprayer, z.B. Aktionen vom Jugendzentrum. Da kam so viel positives Feedback, das hat irgendwie mehr gebracht. Diese Graffitis unter Brücken sind ja nur einem sehr kleinen Teil der Szene zugänglich. Auf diese Schmierereien stehen die meisten einfach nicht.
Wo verläuft die Grenze zwischen Graffiti und Schmiererei?
Da lässt sich, glaube ich, keine klare Grenze ziehen. Auch Schmierereien an Häuserwänden sind Graffiti, im Anfangsstadium zwar, aber Graffiti. Leider.
Immerhin hast du deine pubertären Verfehlungen zum Beruf gemacht. Du hast die Lackaffen gegründet.
Jap! Da war ich 24 und noch mitten im Studium. Das war alles gar nicht geplant, sondern hat sich so ergeben. Irgendwann habe ich ’nen Auftrag für eine Wand gekriegt, dann noch einen und so wurde das einfach immer mehr.
Aber bis zur eigenen Firma ist ?das doch schon noch ein Schritt.
Naja, viel brauchte ich ja nicht. Eigentlich nur meine Sprühdosen. Ich hab dann einfach ein Gewerbe angemeldet. Einen Kredit oder so musste ich nicht aufnehmen. Im Studium brauchte ich ja noch nicht so viel Geld. Mit dem BAföG und den Nebeneinkünften ging das ganz gut.
Führst du immer noch ein Ein-Mann-Unternehmen?
Ja, ich bin der einzige Festangestellte. Wenn ich größere Aufträge habe, hol ich mir zwar Unterstützung, aber die Verantwortung bleibt bei mir.
Du machst ja auch echt sehr viel. Ich bin heute schon an drei deiner Wände vorbeigeradelt.
Jetzt im Winter ist es ein bisschen ruhiger, aber insgesamt ist die Auftragslage gut. Im Moment mache ich eher Indoorsachen und Kühlschränke. Die sind vor ca. zwei Jahren dazugekommen und bilden inzwischen eins meiner wichtigsten Standbeine.
Mal Hand aufs Herz: Fehlt dir nicht der Kick des illegalen Sprayens? Soll ja ein regelrechter Rausch sein ...
Ja, das ist es! Ein ganz schöner Adrenalinkick, wenn du dann abends in so einen Yard reingehst, immer unter Zeitdruck und mit der Gefahr erwischt zu werden ... Das ist schon aufregend. Aber fehlt mir das? Weiß ich nicht ... Ich bin ja auch einfach 15 Jahre älter und muss das jetzt einfach nicht mehr haben. Mittlerweile ...
... machst du bei solchen Sachen wie „Münster bekennt Farbe“ mit und bemalst Stromkästen.
[Grinst] Da wurde ich aber disqualifiziert.
Unerhört! Warum das denn?
Weil ich professionell bin. Ich hab da einfach mitgemacht, ohne mir groß was dabei zu denken, hab einen Platz zugewiesen bekommen und alles. Und dann haben sie mich als Berufskünstler disqualifiziert.
Siehst du Dich selbst als Künstler?
Ich sehe mich auf jeden Fall als Handwerker und was ich mache, ist vielleicht vergleichbar mit dem Kunsthandwerk. Ob ich Kunst mache, sollen andere beurteilen ...
Aber Ausstellungen hattest du ja schon, zum Beispiel „Das große Krabbeln“ im Stadttheater.
Ja, damals hab ich auch noch freier gearbeitet. Dafür bleibt mir im Moment gar nicht so viel Zeit, aber ich möchte mich dem wieder mehr widmen. Da vorne stehen zum Beispiel zwei Leinwände mit freien Arbeiten.
Jau ... böse Insekten. Du hast offenbar ein Faible für Krabbeltiere.
Mich fasziniert diese andere Welt, die dem Menschen eigentlich verschlossen bleibt. Ich versuch mich ihr anzunähern, indem ich male, wie ich sie sehe ...
... mit blutenden Augen. Apropos Blut, du signierst deine Werke mit Blut?
Die freien Arbeiten schon. Find ich authentisch. Fälschungs-sicher. Find ich gut!
Wer inspiriert Dich? Gibt’s Künstlervorbilder?
Picasso. Dalí. Vielleicht noch Giga. Ich mag das Surrealistische, das Expressive. Da steh ich drauf.
Du bist Wahl-Münsteraner, oder?
Ja, ich hab hier studiert und mag das Flair im Sommer, mit all den Biergärten, der Promenade, den Fahrrädern ... hach, ich mag es hier einfach!
Du machst Kunst im öffentlichen Raum. Mischt sich die Stadt Münster da ein?
Die Aufträge für die großen Wände werden schon mit dem Bauordnungsamt der Stadt abgesprochen. Da muss man sich dann auch an gewisse Vorgaben halten, die aber so verkehrt nicht sind.
Werden deine Wände gecrosst, also von anderen übersprüht?
Normalerweise nicht. Es gibt da so einen Ehrenkodex in der Szene, der besagt, dass legale Aufträge respektiert und in Ruhe gelassen werden.
Wirst du beim Auftragssprayen von Passanten angepöbelt?
Ja, oft sogar! Meistens sagen die Leute aber nichts, sondern rufen direkt die Polizei. Ich bemerke die schrägen Blicke meist gar nicht, weil ich so in meine Arbeit vertieft bin. Bis dann mal wieder eine Streife auftaucht. Ich sag dann immer schon: „Moin Jungs, alles gut ...“ und damit hat sich’s.
Was war dein irrster Auftrag?
Also, der Sexshop war schon abgefahren. Das war so ein Teil mit 96 Einzelkabinen im Keller, aufgebaut wie ein Labyrinth, wo die Leute sich kennenlernen konnten. Ich hab da aber nicht während der Öffnungszeiten gesprüht, sondern nachts ...
Na, das wäre ja auch noch schöner ...
[Lacht] Aber die Nachtschichten waren auch so echt abgefahren. Wenn man das Licht im Keller angemacht hat, gingen auch gleichzeitig alle Kabinen an und alle Filme liefen. Ich war da dann irgendwie zwölf Stunden am Stück drin und hab unter Stöhnen gesprüht. Danach war ich schon ganz schön fertig ...
Oh ja ... Das glaub ich. Was für Motive wollten die?
Eher so sexuelle Motive ...
Brüste!
Ja. Frauen mit Brüsten. Frauen in Sadomaso-Outfits. Schwarze mit erigiertem Glied. So ’ne Sachen eben.
Du bist viel rumgekommen in der Welt. Eine Anekdote, please.
Ich hab so viel gemalt. Hmmm. Vor der Karibikküste von Panama in der Republik Kuna hab ich zum Beispiel mal meinen Namen an ein Haus, naja, Bambushüttchen von Indianern gesprüht. Natürlich mit Erlaubnis. Ich habe denen eine Bleistiftzeichnung auf Papier gezeigt und dann hieß es: Ja. Mach mal feddich. Mal ma’ drauf. Die sind da echt offen, ?obwohl denen Graffiti so gar kein Begriff ist. Die kennen so was halt überhaupt nicht.
Nicht?
Nee, natürlich nicht! Da kommt ja sonst keiner hin. Das ist so abgelegen. Die fahren da noch mit ihren aus Bäumen geschnitzten Kanus durch die Gegend. Das ist schon irre.
Hast du einen Traum? Ein Objekt dass du gerne mal besprühen würdest?
Was Großes! Ich würde gern alte Industrieanlagen machen, mit großen Rohrsystemen und irgendwelchen Wassertürmen. Da hätte ich Bock drauf. Zum Beispiel die Chemischen Werke Hüls bei Marl. Da sind so abgefahrene Bauten dabei. Die anmalen, das wäre Wahnsinn!
Ich sehe schon: Der Lack ist noch lang nicht ab. Dann mal frohes Schaffen und danke fürs Gespräch!


Kommentare
Bisher wurden keine Kommentare abgegeben.