Stadtgeflüsterinterview in der MZ am 18.02.2010
KETZEL IN THE CRADLE

Wolfgang Scherbening alias Johnny Ketzel ist einer der ganz wenigen Künstler in Münster, die wirklich polarisieren. Grund dafür ist seine ungewöhnliche Stimme. Mit der könnte er bei „Deutschland sucht den Superstar“ sicher nicht den ganz dicken Hering vom Teller ziehen, aber das könnten Tom Waits, Jimmy Scott oder Bob Dylan auch nicht. Mit eindringlichem Timbre trägt er das, was er zu sagen hat, mal poetisch verklausuliert oder mal deftig direkt vor – und das ist eine ganze Menge …
Richie Alexander frühstückt mit Johnny Ketzel
Oh, du hast Croissants mitgebracht – super! Kaffee mit Milch?
Ja, gerne! Ich freu’ mich ja, ?dass das Konzert im Hot Jazz Club offenbar Interesse geweckt hat ...
Wieso denkst du, dass wir uns deswegen mit dir zum Interview treffen wollen?
Weil es berauschend schön war! Es gab sehr schöne Reaktionen. Es ist ja nun nicht so, dass „Johnny Ketzel“ ein totaler Neuling in der Szene ist – wir haben ja schon viel abgefeiert. Aber ich habe den Eindruck, dass der Auftritt einiges bewirkt hat. Es sind Leute zu mir gekommen und sagten: „Das war so beeindruckend nah und dicht – weiter so!“
Man kennt dich unter etlichen Namen – „Johnny Ketzel“ ist auch vom Sound her an Johnny Cash angelehnt. Wann kam das?
Hmmm, „American Recordings“ war für mich natürlich der totale Flash. Das war so ähnlich, wie es bei Eminem mit mir gekracht hat – das hat damit nun gar nichts zu tun, war aber auch Musik, die mich nicht mehr verlassen hat. „American Recordings“ kam auf den Markt, ich habe mir das gekauft, und ich war hin und weg! Gitarre und Gesang – unglaublich! Ich hatte schon immer Cat Stevens gemocht, ich fand Leonard Cohen geil, ich fand Tom Waits toll. Reinhard Mey, Franz Josef Degenhardt – damit hat es bei mir angefangen. Die Jungs hatten alle nur ihre Wandergitarre, das war so beeindruckend.
Was gefällt dir daran so besonders?
Ich weiß gar nicht genau, was mich da bei Cash so beeindruckt hat, aber das war ?natürlich vor allem erst mal die Stimme – dieses Timbre, dieses Charisma, was da auf der Platte durchkam. Und das habe ich dann auch selber nachzuspielen versucht. Damals habe ich noch so ein bisschen Gitarre spielen können, was ja jetzt nicht mehr geht … [Zeigt seine Hand, die einen steifen und einen fehlenden Finger aufweist.]
Damit lassen sich ja wirklich schwer Akkorde greifen. Wie ist das passiert?
Ein Unfall in der Tischlerei, in der ich gearbeitet habe. Das Dumme ist: Den Unfall hatte ich schon zwei Mal vorher geträumt, und hatte es nicht geschnallt …
Zurück zu Johnny, Johnny.
Als Johnny Ketzel aus der Taufe gehoben wurde, habe ich die ganzen alten Sachen über Cash recherchiert. Was mich unheimlich fasziniert hat, ist, dass dieser Mensch noch im hohen Alter bis kurz vor seinem Tod immer noch Platten aufnehmen wollte. Manch einer wird irgendwann zu alt für so etwas, aber Cash hat an Glaubwürdigkeit nicht verloren, im Gegenteil. Und auf einmal war er sogar bei den Kids populär …
… die ihn vorher gehasst haben, weil es ja eigentlich der Sound ist, den ihr alter Herr gut fand. Dir haben aber schon immer unpopuläre Musikrichtungen zugesagt. Nach welchen Kriterien suchst du deine Musik aus?
Es muss mich berühren, das ist alles. Es ist vollkommen egal, ob es Rock oder Jazz oder sonst was ist. Im Jazz ist für mich Chet Baker so ein Favorit. Ich habe es immer mit den „Typen“, die dahinterstehen. Wenn ich angefangen habe, Musik zu hören, musste ich immer alles über den Interpreten wissen, der dahintersteckt. Meist sind es zerrissene oder kaputte Persönlichkeiten, die immer eine sehr schwierige Geschichte mit sich herumtragen. Im Moment ist es der E von den Eels, den ich rauf- und runterhöre.
Das sind durchaus unterschiedliche Musikrichtungen. Vorhin nanntest du noch Eminem …
Es muss für mich wahrhaftig sein. Ob du nun auf der Bühne stehst, oder auch im richtigen Leben. Ich arbeite ja als Erzieher, und wenn du versuchst, den Kids da was vorzumachen – das geht nicht. Das merken die sofort. Genau wie bei den Auftritten im Knast, die ich gemacht habe. Die Leute jagen dich von der Bühne, wenn du ein Faker bist.
Also ehrlich und am liebsten irgendwie „kaputt“?
Das Kaputte hat mich immer fasziniert. Ich selber komme aus einem sehr bürgerlichen Haushalt, Papa Oberstudiendirektor und so weiter … Ich wollte da ausbrechen, und Musik war für mich das Mittel.
Und ist dir das gelungen?
Nach der Bundeswehr, der schlimmsten Zeit meines Lebens, wollte ich nur noch ein ganz schlimmer Junge sein. Da bin ich nach Coesfeld abgehauen und bin da bei meinem Onkel untergekrochen, bin dann in die verrufenste WG von ganz Coesfeld gezogen, habe da meine erste Freundin kennen gelernt, heimlich geheiratet, das ganze Programm. Da habe ich dann auch eine Underground-Band namens Bössel kennen gelernt, die haben sich dann für mich als Sänger entschieden. Deutsche Texte und schlechter Rock. Soundcheck hatte über uns geschrieben und uns bescheinigt, dass das das Einfallsloseste war, was sie jemals auf dem Plattenteller liegen gehabt hätten, aber dem Sänger würden sie raten, auch Dichterlesungen zu machen. Und das habe ich später auch gemacht.
Wie ging es weiter?
Danach habe ich mit vielen verschiedenen Bands etwas gemacht. Eine ganz kurze Episode mit einer Bluesband, und dann kamen schon die Beatburgers. Da bestand das Konzept daraus, die unbekannteren B-Seiten von Hit-Singles aus den Sechzigern zu spielen. Die Band ist wegen Querelen kaputtgegangen, und mit dem Gitarristen Stephan Sundrup habe ich dann gesagt, komm, wir machen alleine weiter, und daraus wurde Daddy’s Got The Biggest. Da hatten wir dann neben irgendwelchen Feedback-Orgien aber auch viel countrylastiges Zeug, eben so Country-Schnulzen. Dann gab es noch Funk mit Fischhaus und Chat-Music mit zwei Türken. Und später dann die Raumpatrouille.
Nun gibt es Johnny Ketzel. Warum eigentlich Ketzel?
Es gibt ein altes Foto von meinem Vater, wo er eine Theaterrolle spielt und eine Krone aufhat, auf der „Ketzer“ steht. Ich fand das witzig, mit dem Wort ein bisschen rumzuspielen, und das war auch viele cooler als die üblichen Spitznamen wie „Wolle“ oder „Scherbe“, die man in der Schule bekommt.
Und wie kam es zum neuen Musikkonzept?
Als ich mich bei der Raumpatrouille von Stephan Poelzer getrennt hatte, weil es einfach nicht mehr zusammen ging, war ich auf der Gig-Jubiläums-party im Heaven, und ich ließ verlauten, dass ich einen neuen Gitarristen suche. Auf einmal ging das rum und es suchten alle einen Gitarristen für mich, und irgendwie kamen wir dann auf Siggi Mertens, den ich aus alten Zeiten noch als „Rockbeauftragten“ kannte.
Ach ja, damals hat sich die Stadt Münster so einen Posten gegönnt …
Ich habe ihn am selben Tag noch angerufen, und er hat sofort zugesagt. Kurz danach wurde mir erst klar, dass es eigentlich kompletter Quatsch gewesen war, ihn zu fragen. Nach ein paar Minuten rief ich ihn noch mal an, und sagte: „Nimm’s mir nicht übel, aber ich mach das Ding lieber doch alleine.“ Und Siggi sagte: „Überhaupt kein Problem. Aber ich habe auf deiner Homepage gelesen, dass du so wie ich totaler Johnny-Cash-Fan bist. Wäre das nicht was für uns?“ Wir haben uns am nächsten Tag getroffen, ein bisschen rumgejamt, und es hat sofort gefunkt. Zwei Cash-Stücke hatte ich schon auf Deutsch adaptiert, und Siggi hat mich sehr bestärkt, das ganze Ding auf Deutsch zu machen. Eine Menge Arbeit, die aber viel Freude gemacht hat.
Von Siggi hatte man ja auf den Bühnen hier zwischenzeitlich nicht so viel gesehen …
Ich selber hatte ihn ewig nicht gesehen. Er hat schon ein paar Sachen gemacht, aber dann hat er auch zwei Jahre alleine zuhause rumgehangen und hat eine Technik entwickelt, ähnlich wie das, was Tommy Emmanuel oder auch Chet Atkins gemacht haben, wo sie den Daumen für die Basslinien einsetzen. Und Siggi hat sein Spiel dermaßen perfektioniert, dass für eine extra Bassgitarre gar kein Platz mehr wäre. Daher haben wir in dieser Duo-Form unsere ideale Besetzung gefunden.
Die kann man auch live bewundern.
Ich habe eine kleine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen: „Ketzels Kegelbahn Konzerte“. Dazu benutzen wir die Kegelbahn im Keller des Cadaqués. Sehr klein, sehr intim, mit diesem Akustik-Charme. Es passen da cirka 45 Leute rein, und die sind immer sehr aufmerksam. Es ist mucksmäuschenstill, und wir genießen es richtig. Das schöne an dieser Nähe und an diesem Programm ist, dass es ständig schwankt zwischen ganz traurig und unheimlich unterhaltsam. Es kommen Leute, die sagen „Ich habe ge-weint“, aber es gibt auch zwischendurch ständig was zu lachen.
So, jetzt ist der Kaffee alle – vielen Dank für das Gespräch!
Ja, gerne! Ich freu’ mich ja, ?dass das Konzert im Hot Jazz Club offenbar Interesse geweckt hat ...
Wieso denkst du, dass wir uns deswegen mit dir zum Interview treffen wollen?
Weil es berauschend schön war! Es gab sehr schöne Reaktionen. Es ist ja nun nicht so, dass „Johnny Ketzel“ ein totaler Neuling in der Szene ist – wir haben ja schon viel abgefeiert. Aber ich habe den Eindruck, dass der Auftritt einiges bewirkt hat. Es sind Leute zu mir gekommen und sagten: „Das war so beeindruckend nah und dicht – weiter so!“
Man kennt dich unter etlichen Namen – „Johnny Ketzel“ ist auch vom Sound her an Johnny Cash angelehnt. Wann kam das?
Hmmm, „American Recordings“ war für mich natürlich der totale Flash. Das war so ähnlich, wie es bei Eminem mit mir gekracht hat – das hat damit nun gar nichts zu tun, war aber auch Musik, die mich nicht mehr verlassen hat. „American Recordings“ kam auf den Markt, ich habe mir das gekauft, und ich war hin und weg! Gitarre und Gesang – unglaublich! Ich hatte schon immer Cat Stevens gemocht, ich fand Leonard Cohen geil, ich fand Tom Waits toll. Reinhard Mey, Franz Josef Degenhardt – damit hat es bei mir angefangen. Die Jungs hatten alle nur ihre Wandergitarre, das war so beeindruckend.
Was gefällt dir daran so besonders?
Ich weiß gar nicht genau, was mich da bei Cash so beeindruckt hat, aber das war ?natürlich vor allem erst mal die Stimme – dieses Timbre, dieses Charisma, was da auf der Platte durchkam. Und das habe ich dann auch selber nachzuspielen versucht. Damals habe ich noch so ein bisschen Gitarre spielen können, was ja jetzt nicht mehr geht … [Zeigt seine Hand, die einen steifen und einen fehlenden Finger aufweist.]
Damit lassen sich ja wirklich schwer Akkorde greifen. Wie ist das passiert?
Ein Unfall in der Tischlerei, in der ich gearbeitet habe. Das Dumme ist: Den Unfall hatte ich schon zwei Mal vorher geträumt, und hatte es nicht geschnallt …
Zurück zu Johnny, Johnny.
Als Johnny Ketzel aus der Taufe gehoben wurde, habe ich die ganzen alten Sachen über Cash recherchiert. Was mich unheimlich fasziniert hat, ist, dass dieser Mensch noch im hohen Alter bis kurz vor seinem Tod immer noch Platten aufnehmen wollte. Manch einer wird irgendwann zu alt für so etwas, aber Cash hat an Glaubwürdigkeit nicht verloren, im Gegenteil. Und auf einmal war er sogar bei den Kids populär …
… die ihn vorher gehasst haben, weil es ja eigentlich der Sound ist, den ihr alter Herr gut fand. Dir haben aber schon immer unpopuläre Musikrichtungen zugesagt. Nach welchen Kriterien suchst du deine Musik aus?
Es muss mich berühren, das ist alles. Es ist vollkommen egal, ob es Rock oder Jazz oder sonst was ist. Im Jazz ist für mich Chet Baker so ein Favorit. Ich habe es immer mit den „Typen“, die dahinterstehen. Wenn ich angefangen habe, Musik zu hören, musste ich immer alles über den Interpreten wissen, der dahintersteckt. Meist sind es zerrissene oder kaputte Persönlichkeiten, die immer eine sehr schwierige Geschichte mit sich herumtragen. Im Moment ist es der E von den Eels, den ich rauf- und runterhöre.
Das sind durchaus unterschiedliche Musikrichtungen. Vorhin nanntest du noch Eminem …
Es muss für mich wahrhaftig sein. Ob du nun auf der Bühne stehst, oder auch im richtigen Leben. Ich arbeite ja als Erzieher, und wenn du versuchst, den Kids da was vorzumachen – das geht nicht. Das merken die sofort. Genau wie bei den Auftritten im Knast, die ich gemacht habe. Die Leute jagen dich von der Bühne, wenn du ein Faker bist.
Also ehrlich und am liebsten irgendwie „kaputt“?
Das Kaputte hat mich immer fasziniert. Ich selber komme aus einem sehr bürgerlichen Haushalt, Papa Oberstudiendirektor und so weiter … Ich wollte da ausbrechen, und Musik war für mich das Mittel.
Und ist dir das gelungen?
Nach der Bundeswehr, der schlimmsten Zeit meines Lebens, wollte ich nur noch ein ganz schlimmer Junge sein. Da bin ich nach Coesfeld abgehauen und bin da bei meinem Onkel untergekrochen, bin dann in die verrufenste WG von ganz Coesfeld gezogen, habe da meine erste Freundin kennen gelernt, heimlich geheiratet, das ganze Programm. Da habe ich dann auch eine Underground-Band namens Bössel kennen gelernt, die haben sich dann für mich als Sänger entschieden. Deutsche Texte und schlechter Rock. Soundcheck hatte über uns geschrieben und uns bescheinigt, dass das das Einfallsloseste war, was sie jemals auf dem Plattenteller liegen gehabt hätten, aber dem Sänger würden sie raten, auch Dichterlesungen zu machen. Und das habe ich später auch gemacht.
Wie ging es weiter?
Danach habe ich mit vielen verschiedenen Bands etwas gemacht. Eine ganz kurze Episode mit einer Bluesband, und dann kamen schon die Beatburgers. Da bestand das Konzept daraus, die unbekannteren B-Seiten von Hit-Singles aus den Sechzigern zu spielen. Die Band ist wegen Querelen kaputtgegangen, und mit dem Gitarristen Stephan Sundrup habe ich dann gesagt, komm, wir machen alleine weiter, und daraus wurde Daddy’s Got The Biggest. Da hatten wir dann neben irgendwelchen Feedback-Orgien aber auch viel countrylastiges Zeug, eben so Country-Schnulzen. Dann gab es noch Funk mit Fischhaus und Chat-Music mit zwei Türken. Und später dann die Raumpatrouille.
Nun gibt es Johnny Ketzel. Warum eigentlich Ketzel?
Es gibt ein altes Foto von meinem Vater, wo er eine Theaterrolle spielt und eine Krone aufhat, auf der „Ketzer“ steht. Ich fand das witzig, mit dem Wort ein bisschen rumzuspielen, und das war auch viele cooler als die üblichen Spitznamen wie „Wolle“ oder „Scherbe“, die man in der Schule bekommt.
Und wie kam es zum neuen Musikkonzept?
Als ich mich bei der Raumpatrouille von Stephan Poelzer getrennt hatte, weil es einfach nicht mehr zusammen ging, war ich auf der Gig-Jubiläums-party im Heaven, und ich ließ verlauten, dass ich einen neuen Gitarristen suche. Auf einmal ging das rum und es suchten alle einen Gitarristen für mich, und irgendwie kamen wir dann auf Siggi Mertens, den ich aus alten Zeiten noch als „Rockbeauftragten“ kannte.
Ach ja, damals hat sich die Stadt Münster so einen Posten gegönnt …
Ich habe ihn am selben Tag noch angerufen, und er hat sofort zugesagt. Kurz danach wurde mir erst klar, dass es eigentlich kompletter Quatsch gewesen war, ihn zu fragen. Nach ein paar Minuten rief ich ihn noch mal an, und sagte: „Nimm’s mir nicht übel, aber ich mach das Ding lieber doch alleine.“ Und Siggi sagte: „Überhaupt kein Problem. Aber ich habe auf deiner Homepage gelesen, dass du so wie ich totaler Johnny-Cash-Fan bist. Wäre das nicht was für uns?“ Wir haben uns am nächsten Tag getroffen, ein bisschen rumgejamt, und es hat sofort gefunkt. Zwei Cash-Stücke hatte ich schon auf Deutsch adaptiert, und Siggi hat mich sehr bestärkt, das ganze Ding auf Deutsch zu machen. Eine Menge Arbeit, die aber viel Freude gemacht hat.
Von Siggi hatte man ja auf den Bühnen hier zwischenzeitlich nicht so viel gesehen …
Ich selber hatte ihn ewig nicht gesehen. Er hat schon ein paar Sachen gemacht, aber dann hat er auch zwei Jahre alleine zuhause rumgehangen und hat eine Technik entwickelt, ähnlich wie das, was Tommy Emmanuel oder auch Chet Atkins gemacht haben, wo sie den Daumen für die Basslinien einsetzen. Und Siggi hat sein Spiel dermaßen perfektioniert, dass für eine extra Bassgitarre gar kein Platz mehr wäre. Daher haben wir in dieser Duo-Form unsere ideale Besetzung gefunden.
Die kann man auch live bewundern.
Ich habe eine kleine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen: „Ketzels Kegelbahn Konzerte“. Dazu benutzen wir die Kegelbahn im Keller des Cadaqués. Sehr klein, sehr intim, mit diesem Akustik-Charme. Es passen da cirka 45 Leute rein, und die sind immer sehr aufmerksam. Es ist mucksmäuschenstill, und wir genießen es richtig. Das schöne an dieser Nähe und an diesem Programm ist, dass es ständig schwankt zwischen ganz traurig und unheimlich unterhaltsam. Es kommen Leute, die sagen „Ich habe ge-weint“, aber es gibt auch zwischendurch ständig was zu lachen.
So, jetzt ist der Kaffee alle – vielen Dank für das Gespräch!


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