Stadtgeflüsterinterview in der MZ am 14.01.2010
DER INDIVIDUELLE ANSATZ

Zum Glück ist der panisch angekündigte Blizzard „Daisy“ heute handzahm. Adam Riese gelingt die Anreise zum Hafen sogar auf dem Rad. Dort wird er später in dem Möbelhaus erwartet, das seine Show ausstattet, zuvor von mir. Normalerweise stellt Münsters Talk-Master in seiner „Adam Riese Show“ die Fragen, heute steht er selbst Rede und Antwort. „Ich find’s gar nicht so kalt, höchstens rutschig“, kommentiert der Kultur-Chronist die zahme Daisy. Ich bin durchgefroren. Da hilft nur ein anregendes Gespräch …
Malte Limbrock trifft Adam Riese.
Waren Münsters Winter auch so kalt, als du hier aufgewachsen bist?
In meiner Wahrnehmung war früher allgemein mehr Schnee, aber ich denke, dass ich das auf die Kindheit schieben muss, dass mir das so vorkommt. Dass es kälter war oder weniger kalt, kann ich nicht sagen.
Findest du, dass die Leute momentan ein bisschen zuviel darüber jammern, dass es kalt ist?
Ja klar. Und weil das Salz ausgeht … irgendwo im Fernsehen wurde sogar dazu aufgerufen, sich mit Kerzen einzudecken.
In der Presse wurdest du mit berühmten Moderatoren verglichen. Was meint ein Autor, der über dich schreibt: „Wie Günther Jauch – nur besser!“?
Wenn jemand so eine Veranstaltung macht wie ich, die vom Format her eigentlich ins Fernsehen passen könnte, aber aufgrund des Münster-Bezugs im überregionalen Fernsehen gar nicht funktionieren würde, dann muss ein Journalist für den Leser ja kommunizieren, was ich da mache. Und dann zieht er solche Vergleiche, ohne dass ich wirklich vom Typ so bin wie diese berühmten Persönlichkeiten.
Warum Günther Jauch?
Auf den kommt man, weil ich auch diese Quiz-Spielchen in meiner Show mache.
Wie kommt man auf die Idee, dass du besser bist als er?
Wahrscheinlich hat der Urheber dieses Vergleichs einen Sinn für meinen Humor. Mein Quiz ist oft witzig angelegt. Es geht nicht darum, eine Million zu gewinnen, sondern um einen Münster-Bezug. Die Leute erkennen immer ihren Alltag, ihre Stadt und ihr Leben wieder. Die witzigen Antwort-Optionen, die bei Jauch höchstens am Anfang vorkommen, sorgen für einen lustigen Touch, der dem Journalisten scheinbar besser gefallen hat.
„Keiner von diesen Friedmännern, die Leute unterbrechen oder mitten im Satz abwürgen“, schreibt ein anderer …
Viele schreiben über mich: Er interessiert sich wirklich für die Antworten seiner Gesprächspartner. Wenn ich das lese, fühle ich mich angenehm bestätigt, weil ich diesen Anspruch auch habe. Ich sehe in modernen Talk-Shows im Fernsehen den Trend, den Gesprächspartner möglichst auflaufen zu lassen oder bloß zu stellen. Ob das Harald Schmidt ist oder Stefan Raab … Ich gebe zu, das kann manchmal ganz witzig sein, aber das ist nicht mein Ansatz. Ich lade Leute ein, von denen ich glaube, dass sie gute Geschichten zu erzählen haben. Und die will ich dann auch hören.
Dir wird außerdem seitens der lokalen Presse eine höheres Niveau attestiert als das von Thomas Gottschalk in „Wetten, dass …?“ …
Ich glaube, diese Assoziation hat mit dem Sofa zu tun. Ich habe auch ein Sofa auf der Bühne. Ich würde niemals behaupten, dass ich besser bin als Thomas Gottschalk. Ich glaube, das kommt wieder daher, dass bei mir die Gespräche einfach tiefer gehen als diese Zwei-Minuten-Talks über das neueste Kleid, den nächsten Film und dann noch ein Blick ins Dekolleté einer Dame durch Herrn Gottschalk.
Liegt das auch daran, dass du für eine andere Zielgruppe moderierst als Gottschalk?
Sicherlich muss er auf die breite Masse zielen. Das muss ich nicht. Mein Publikum im Pumpenhaus ist schon ein spezielles.
Wie würdest du dieses spezielle Publikum beschreiben?
Das sind nicht unbedingt die Leute, die jedes Mal „Wetten, dass …?“ gucken oder zu Mario Barth rennen. Mein Publikum will zwar unterhalten werden, hat aber einen gewissen Anspruch. Eher ein Theater-Publikum, ein kulturinteressiertes Publikum. Die wollen auch mal lachen, aber nicht nur.
Du betreibst eine Interseite namens „Was macht eigentlich …?“, auf der du Münsters Kulturszene der 80er-Jahre vorstellst und erzählst, was draus geworden ist. Wie kommt man denn auf so eine Idee?
Entstanden ist das Ganze auf eine Sommerparty. Da habe ich mit ein paar Leuten zusammen gesessen und wir haben überlegt: Was macht dieser, was macht jener? Und dabei kamen wir schnell auf die Idee, dass man so etwas heutzutage eigentlich im Internet nachlesen können müsste. Ich hatte gerade einen Laptop dabei und bin mit den Leuten, die da waren, direkt angefangen, die Seite ?aufzubauen.
Würdest du manchmal gerne die Zeit zurückdrehen?
Nein, weil die Sachen, die ich jetzt mache, mindestens genauso spannend sind.
Keine Träne im Knopfloch?
Nein, überhaupt nicht. Ich rede gerne von früher und freue mich über alte Zeiten, aber ich lebe genauso gerne im Jetzt.
Was gefällt dir heute besser?
Wir haben früher im Odeon auch solche Shows gemacht, Bad-Taste-Partys. Das war sehr lustig, aber das Niveau ist jetzt ein anderes. Ich kann professioneller arbeiten. Ich habe im Pumpenhaus eine Bühne, die mir alle Freiheiten lässt. Ich arbeite mit Musikern zusammen, die wirklich auf hohem Niveau arbeiten. Das sind alles Musiker aus dem Umfeld von Götz Alsmann.
Glaubst du, dass Münster im Vergleich zu anderen Städten ein Ort ist, an den viele Menschen einfach gerne wieder zurückkehren, nachdem sie mal weg waren?
Ja, das sagt man so, oder? Münster sei ein Magnet. Münster klebt. Ja, das hab ich oft beobachtet. Oder Leute, die nur ein paar Semester hier studieren wollten und dann hier geblieben sind. Das beste Beispiel ist Jürgen Kehrer (Anm. d. Red.: Der Autor der Wilsberg-Romane). Das macht man sich gar nicht bewusst, dass der eigentlich Essener ist. Der ist so sehr ein Teil von Münster geworden, obwohl er nur mal eben hier studieren wollte. Ich bin ja auch bewusst geblieben.
Jetzt mal zurück zu deiner Zeit als Punk in den 80ern. Wart ihr auch Straight Edge, so wie viele Hardcore-Punks der amerikanischen Szene damals?
Straight Edge habe ich vorweggenommen. Diese Bewegung sagt ja: Wir verzichten auf alle Drogen, Zigaretten und Alkohol. Die Bewegung kannte ich damals noch gar nicht, als ich als Jugendlicher anfing, mich mit Punk zu beschäftigen und in einer Punk-Band zu singen. Mir hat der Alkohol nicht geschmeckt, ich habe den Rausch nicht gemocht. Straight Edge würde ich also aus meiner Sicht auch nicht als besonders hart bezeichnen. Wir waren sicherlich nie Street Kids, haben nicht auf der Straße gepennt. Ich habe für mich selbst nie den Anspruch erhoben, ein Punk zu sein, denn dann muss man sich fragen: Was ist ein Punk?
Und dann ist man schnell bei Klischees.
Genau. Klischees waren eigentlich immer das, was ich nicht wollte, auch von der Kleidung her. Wenn ich damals in der Szene unterwegs war, habe ich immer darauf geachtet, mich individuell zu kleiden. Mit karierten Schlaghosen, Rüschenhemd und orangenen Haaren. Ich hab nie diese Bundeswehrhosen und -stiefel getragen. Das war nicht mein Style.
Kommst du heute überhaupt noch dazu, selbst Musik zu machen?
Zum Glück nicht! Ich habe ja damals gesungen, obwohl ich ein grauenvoller Sänger war. Ich glaube, wenn ich einmal in meiner Show anfangen würde zu singen, kämen die Leute nicht wieder.
Gibt es in 2010 Veränderungen in deiner Show?
Jede Show bleibt anders, weil sie sehr von den Gästen abhängt. Theater Titanick hat zum Beispiel im Pumpenhaus ein Feuerwerk abgefackelt, wie ich es mir innerhalb von geschlossenen Räumen nicht hätte vorstellen können. Clair Howells ist in der Original-Badewanne aus dem Stück „Titanic“ in den Raum geschwebt und hat eine italienische Arie gesungen. Außerdem versuche ich, die Spiele auf die Leute abzustimmen. Leonard Lansink ist ein sehr geselliger Mensch, der viel in Münster ist. Und weil Münster oft regnerisch ist, verbringt er viel Zeit in Kneipen. Ich bin also losgezogen und habe meine Assistentin Isabelle vor Theken in Münster gesetzt und fotografieren lassen. Lansink musste dann die Theken erkennen. Er hat auf den ersten Blick jede Theke erkannt. Auch die Hotel-Bar vom Kaiserhof. Götz Alsmann hat seine Sammlung zentralasiatischer Kopfbedeckungen mitgebracht.
Wie kriegst du diese interessanten Gäste in deine Show?
Die kommen gerne, auch die prominenteren Gäste. Marianne Rogée habe ich zum Beispiel angerufen und gefragt, ob sie kommen will, da sagte sie: „Ach, neulich beim WDR hat mir schon jemand gesagt, da gibt’s in deiner alten Heimat so eine Show. Wenn die anfragen, geh da unbedingt hin, das ist toll.“ Dann hatte ich ja Ina Paule Klink vom Wilsberg in meiner Show. Und als ich Leonard Lansink kurze Zeit später beim Promi-Kellnern traf, fragte der: „Warum darf Paule in deine Show und ich nicht?“ Bei der übernächsten Show war er dann da. Die Leute bekommen keine Gage, das war aber nie ein Problem. Das einzige, was ich ihnen bieten kann, ist das leckere Essen meiner Freundin, das vorher im Pumpenhaus-Keller zubereitet wird … auf zwei Kochplatten.
Vielen Dank für das Gespräch!
In meiner Wahrnehmung war früher allgemein mehr Schnee, aber ich denke, dass ich das auf die Kindheit schieben muss, dass mir das so vorkommt. Dass es kälter war oder weniger kalt, kann ich nicht sagen.
Findest du, dass die Leute momentan ein bisschen zuviel darüber jammern, dass es kalt ist?
Ja klar. Und weil das Salz ausgeht … irgendwo im Fernsehen wurde sogar dazu aufgerufen, sich mit Kerzen einzudecken.
In der Presse wurdest du mit berühmten Moderatoren verglichen. Was meint ein Autor, der über dich schreibt: „Wie Günther Jauch – nur besser!“?
Wenn jemand so eine Veranstaltung macht wie ich, die vom Format her eigentlich ins Fernsehen passen könnte, aber aufgrund des Münster-Bezugs im überregionalen Fernsehen gar nicht funktionieren würde, dann muss ein Journalist für den Leser ja kommunizieren, was ich da mache. Und dann zieht er solche Vergleiche, ohne dass ich wirklich vom Typ so bin wie diese berühmten Persönlichkeiten.
Warum Günther Jauch?
Auf den kommt man, weil ich auch diese Quiz-Spielchen in meiner Show mache.
Wie kommt man auf die Idee, dass du besser bist als er?
Wahrscheinlich hat der Urheber dieses Vergleichs einen Sinn für meinen Humor. Mein Quiz ist oft witzig angelegt. Es geht nicht darum, eine Million zu gewinnen, sondern um einen Münster-Bezug. Die Leute erkennen immer ihren Alltag, ihre Stadt und ihr Leben wieder. Die witzigen Antwort-Optionen, die bei Jauch höchstens am Anfang vorkommen, sorgen für einen lustigen Touch, der dem Journalisten scheinbar besser gefallen hat.
„Keiner von diesen Friedmännern, die Leute unterbrechen oder mitten im Satz abwürgen“, schreibt ein anderer …
Viele schreiben über mich: Er interessiert sich wirklich für die Antworten seiner Gesprächspartner. Wenn ich das lese, fühle ich mich angenehm bestätigt, weil ich diesen Anspruch auch habe. Ich sehe in modernen Talk-Shows im Fernsehen den Trend, den Gesprächspartner möglichst auflaufen zu lassen oder bloß zu stellen. Ob das Harald Schmidt ist oder Stefan Raab … Ich gebe zu, das kann manchmal ganz witzig sein, aber das ist nicht mein Ansatz. Ich lade Leute ein, von denen ich glaube, dass sie gute Geschichten zu erzählen haben. Und die will ich dann auch hören.
Dir wird außerdem seitens der lokalen Presse eine höheres Niveau attestiert als das von Thomas Gottschalk in „Wetten, dass …?“ …
Ich glaube, diese Assoziation hat mit dem Sofa zu tun. Ich habe auch ein Sofa auf der Bühne. Ich würde niemals behaupten, dass ich besser bin als Thomas Gottschalk. Ich glaube, das kommt wieder daher, dass bei mir die Gespräche einfach tiefer gehen als diese Zwei-Minuten-Talks über das neueste Kleid, den nächsten Film und dann noch ein Blick ins Dekolleté einer Dame durch Herrn Gottschalk.
Liegt das auch daran, dass du für eine andere Zielgruppe moderierst als Gottschalk?
Sicherlich muss er auf die breite Masse zielen. Das muss ich nicht. Mein Publikum im Pumpenhaus ist schon ein spezielles.
Wie würdest du dieses spezielle Publikum beschreiben?
Das sind nicht unbedingt die Leute, die jedes Mal „Wetten, dass …?“ gucken oder zu Mario Barth rennen. Mein Publikum will zwar unterhalten werden, hat aber einen gewissen Anspruch. Eher ein Theater-Publikum, ein kulturinteressiertes Publikum. Die wollen auch mal lachen, aber nicht nur.
Du betreibst eine Interseite namens „Was macht eigentlich …?“, auf der du Münsters Kulturszene der 80er-Jahre vorstellst und erzählst, was draus geworden ist. Wie kommt man denn auf so eine Idee?
Entstanden ist das Ganze auf eine Sommerparty. Da habe ich mit ein paar Leuten zusammen gesessen und wir haben überlegt: Was macht dieser, was macht jener? Und dabei kamen wir schnell auf die Idee, dass man so etwas heutzutage eigentlich im Internet nachlesen können müsste. Ich hatte gerade einen Laptop dabei und bin mit den Leuten, die da waren, direkt angefangen, die Seite ?aufzubauen.
Würdest du manchmal gerne die Zeit zurückdrehen?
Nein, weil die Sachen, die ich jetzt mache, mindestens genauso spannend sind.
Keine Träne im Knopfloch?
Nein, überhaupt nicht. Ich rede gerne von früher und freue mich über alte Zeiten, aber ich lebe genauso gerne im Jetzt.
Was gefällt dir heute besser?
Wir haben früher im Odeon auch solche Shows gemacht, Bad-Taste-Partys. Das war sehr lustig, aber das Niveau ist jetzt ein anderes. Ich kann professioneller arbeiten. Ich habe im Pumpenhaus eine Bühne, die mir alle Freiheiten lässt. Ich arbeite mit Musikern zusammen, die wirklich auf hohem Niveau arbeiten. Das sind alles Musiker aus dem Umfeld von Götz Alsmann.
Glaubst du, dass Münster im Vergleich zu anderen Städten ein Ort ist, an den viele Menschen einfach gerne wieder zurückkehren, nachdem sie mal weg waren?
Ja, das sagt man so, oder? Münster sei ein Magnet. Münster klebt. Ja, das hab ich oft beobachtet. Oder Leute, die nur ein paar Semester hier studieren wollten und dann hier geblieben sind. Das beste Beispiel ist Jürgen Kehrer (Anm. d. Red.: Der Autor der Wilsberg-Romane). Das macht man sich gar nicht bewusst, dass der eigentlich Essener ist. Der ist so sehr ein Teil von Münster geworden, obwohl er nur mal eben hier studieren wollte. Ich bin ja auch bewusst geblieben.
Jetzt mal zurück zu deiner Zeit als Punk in den 80ern. Wart ihr auch Straight Edge, so wie viele Hardcore-Punks der amerikanischen Szene damals?
Straight Edge habe ich vorweggenommen. Diese Bewegung sagt ja: Wir verzichten auf alle Drogen, Zigaretten und Alkohol. Die Bewegung kannte ich damals noch gar nicht, als ich als Jugendlicher anfing, mich mit Punk zu beschäftigen und in einer Punk-Band zu singen. Mir hat der Alkohol nicht geschmeckt, ich habe den Rausch nicht gemocht. Straight Edge würde ich also aus meiner Sicht auch nicht als besonders hart bezeichnen. Wir waren sicherlich nie Street Kids, haben nicht auf der Straße gepennt. Ich habe für mich selbst nie den Anspruch erhoben, ein Punk zu sein, denn dann muss man sich fragen: Was ist ein Punk?
Und dann ist man schnell bei Klischees.
Genau. Klischees waren eigentlich immer das, was ich nicht wollte, auch von der Kleidung her. Wenn ich damals in der Szene unterwegs war, habe ich immer darauf geachtet, mich individuell zu kleiden. Mit karierten Schlaghosen, Rüschenhemd und orangenen Haaren. Ich hab nie diese Bundeswehrhosen und -stiefel getragen. Das war nicht mein Style.
Kommst du heute überhaupt noch dazu, selbst Musik zu machen?
Zum Glück nicht! Ich habe ja damals gesungen, obwohl ich ein grauenvoller Sänger war. Ich glaube, wenn ich einmal in meiner Show anfangen würde zu singen, kämen die Leute nicht wieder.
Gibt es in 2010 Veränderungen in deiner Show?
Jede Show bleibt anders, weil sie sehr von den Gästen abhängt. Theater Titanick hat zum Beispiel im Pumpenhaus ein Feuerwerk abgefackelt, wie ich es mir innerhalb von geschlossenen Räumen nicht hätte vorstellen können. Clair Howells ist in der Original-Badewanne aus dem Stück „Titanic“ in den Raum geschwebt und hat eine italienische Arie gesungen. Außerdem versuche ich, die Spiele auf die Leute abzustimmen. Leonard Lansink ist ein sehr geselliger Mensch, der viel in Münster ist. Und weil Münster oft regnerisch ist, verbringt er viel Zeit in Kneipen. Ich bin also losgezogen und habe meine Assistentin Isabelle vor Theken in Münster gesetzt und fotografieren lassen. Lansink musste dann die Theken erkennen. Er hat auf den ersten Blick jede Theke erkannt. Auch die Hotel-Bar vom Kaiserhof. Götz Alsmann hat seine Sammlung zentralasiatischer Kopfbedeckungen mitgebracht.
Wie kriegst du diese interessanten Gäste in deine Show?
Die kommen gerne, auch die prominenteren Gäste. Marianne Rogée habe ich zum Beispiel angerufen und gefragt, ob sie kommen will, da sagte sie: „Ach, neulich beim WDR hat mir schon jemand gesagt, da gibt’s in deiner alten Heimat so eine Show. Wenn die anfragen, geh da unbedingt hin, das ist toll.“ Dann hatte ich ja Ina Paule Klink vom Wilsberg in meiner Show. Und als ich Leonard Lansink kurze Zeit später beim Promi-Kellnern traf, fragte der: „Warum darf Paule in deine Show und ich nicht?“ Bei der übernächsten Show war er dann da. Die Leute bekommen keine Gage, das war aber nie ein Problem. Das einzige, was ich ihnen bieten kann, ist das leckere Essen meiner Freundin, das vorher im Pumpenhaus-Keller zubereitet wird … auf zwei Kochplatten.
Vielen Dank für das Gespräch!


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