Stadtgeflüsterinterview in der MZ am 11.06.2009
Our Prophecy

Hardcore und Metal tun nicht weh, sie sind einfach nur laut und so verdammt ehrlich. Matthias Held und Thomas Bauer haben tagtäglich damit zu tun. Man könnte auch sagen, sie machen Musik. Das es verschiedene Arten von Metal gibt, haben sie mir nicht erzählt. Death Metal, Black Metal und Progressive Metal kenne ich aber aus der Harald Schmidt Show. Dirty Harry fügte noch schnell IG Metall hinzu und der Kalauer war perfekt. Matthias und Thomas berichteten vielmehr über die Top-Five der Vorteile mit einer Band unterwegs zu sein. Zusammen kamen wir leider nur bis Platz Zwei, aber ich habe die Vorteile trotzdem gespürt.
Claus Hensel spricht mit Matthias Held und Thomas Bauer
Helft mir auf die Sprünge! Was ist Breakcore?
Matthias: [Lacht] Du warst also auf unserer MySpace-Seite!
Eine andere offizielle Bandseite hab’ ich nicht gefunden!
Thomas: Das ist auch richtig so. Keine Sau hat heute noch ’ne Band-Page. MySpace-Seiten sind heutzutage das Wichtigste. Da kannst du alles machen, was dich als Band am Leben hält. Musik präsentieren, Fotos und Videos zeigen, Verlinkungen setzen, über neue Auftritte informieren …
Ihr habt 5627 MySpace-Freunde.
Matthias: Wow! Das wusste ich nicht.
Thomas: Das ist doch ’ne coole Zahl und auch noch wichtig. Es ist super, wenn du mal kurz einen Newsletter an 5000 Leute rausschicken kannst, die deine Musik mögen.
Wir waren bei Breakcore. Ihr beschreibt eure Musik als Hardcore, Metal und Breakcore. Was ist Breakcore???
Matthias: Breakcore hat überhaupt nichts mit unserer Musik zu tun!
Wie bitte?
Matthias: [Lacht] Ja! Breakcore ist mehr so die elektronische Schiene. Also, mehr die Acid-Schranz-Technorichtung.
Thomas: Viele Hardcore-Bands schreiben das auf ihre MySpace-Seite. Es ist einfach nur ein Gag. Bringt aber trotzdem auch einiges!
Wieso?
Matthias: Auf der Internetplattform MySpace gibt es auch Musik-Charts. Je mehr deine Fans dich hören, desto höher steigt man in den Charts. Das hat nun zur Folge, dass wir auch in den Breakcore-Platzierungen steigen, auch schon Platz Eins waren. Um uns herum nur Techno-Acts.
Thomas: Das ist echt witzig, wenn du dir die Top-Ten anschaust und wir irgendwie damit drinhängen.
2009 war bei euch viel los. Erzählt mal!
Thomas: Anfang 2009 waren wir an einem Punkt angelangt, an dem wir dachten, dass da noch irgendetwas mehr sein muss. Mehr in unserer Musik, mehr in unserer Band. Mit unserem alten Namen haben wir angefangen: „Blood Spencer“ wurde in Rente geschickt und „Versus The Throne“ war geboren.
Schade! Der alte Name hatte was.
Thomas: Aber genau das ist das Ding. Es gibt in Deutschland, auf der gesamten Welt, einfach zu viele lustige Bandnamen. Wir wollten raus aus diesem Pott. Hinter jeder Musik steht eine gewisse Aussage. So war und ist das auch bei uns. Da passte Blood Spencer nicht mehr.
Matthias: Der Name war nicht die einzige Neuerung. Eine neue Booking-Agentur und ein neues Label kamen auch noch hinzu. Schon war der komplette Neustart perfekt, obwohl wir immer noch „unsere“ Musik machen. Wir sind erfahrener geworden, haben Ecken und Kanten bekommen.
Wie war die Reaktion eurer Fans?
Thomas: Da gab es bestimmt einige, die das nicht so ganz verstanden haben, aber insgesamt ist die Resonanz gut. Einige Menschen haben uns bestimmt nun länger im Internet gesucht, aber das pendelt sich auch ein. Der neue Name ist doch auch einprägsam.
Eine Booking-Agentur hat nicht jeder. Wie lief das bei euch?
Matthias: Unsere neue Agentur sitzt in Berlin. Die haben uns damals bei einem Konzert gesehen, fanden uns live sehr gut und so kamen wir ins Gespräch. Das war eine feine Sache.
Thomas: Bei der gleichen Agentur sind auch „Hardcore-Dinosaurier“ wie „Agnostic Front".
Jetzt habt ihr alle Zeit der Welt und die Jungs aus Berlin holen euch die Konzerte ran?
Thomas: [Lacht] So einfach ist es dann auch nicht. Trotzdem ist es super eine Booking-Agentur im Rücken zu haben. Die nehmen uns schon viel ab und machen ihren Job hervorragend. Die Veranstalter melden sich bei der Agentur und die stellt dann einen Terminkalender zusammen. Dieser wirddann natürlich noch mit uns abgesprochen.
Was könnte euch denn nicht in den Kram passen?
Matthias: Wenn wir am anderen Tag eine Uni-Klausur schreiben, können wir natürlich nicht vorher irgendwo in Deutschland einen Auftritt haben. Außerdem würden wir auch nie auf einer radikalen Veranstaltung spielen. Wir lassen uns da nicht in eine Schublade zwängen.
Thomas: Manchmal gibt es wirklich wichtige Termine, die mit dem Tourplan kollidieren.
Beim Jugendfußball hieß es immer: Fußball geht vor und ein Geburtstag ist auch noch abends.
Thomas: [Schmunzelt] Das stimmt! Geburtstag hat man einen ganzen Tag. Da geht die Musik vor. Schwierig wird das natürlich, wenn die Freundin Geburtstag hat.
Matthias: Oh ha! Lass uns lieber über etwas anderes sprechen, obwohl wir fast alle in total glücklichen Beziehungen sind [lacht].
Jeder von euch steckt mitten im Studium. Könnt ihr das durch die Musik finanzieren?
Thomas: Ganz und gar nicht. Im Grunde leben wir von der Hand in den Mund was unsere Musik betrifft. Das, was wir einspielen, geht sofort irgendwo drauf: Benzin für den Tour-Bulli, Anschaffung von neuem Merch und Equipment. Wenige Metalbands bekommen mal eben 2000 Euro für einen Auftritt.
Matthias: Wir werden niemals davon leben können.
Aber so ganz schlecht geht es euch doch auch nicht.
Thomas: Ich sehe unsere Touren immer als bezahlten Urlaub an.
Matthias: [Lacht] Das liegt daran, weil du nie etwas machst. Die Arbeit bleibt an uns anderen hängen. Mal im Ernst. Touren ist super, Konzerte geben ist super, aber wir kommen am Ende meist auf Null raus.
Thomas: Schlecht geht es uns auch nicht, wir können aber mit der eingespielten Kohle keine großen Sprünge machen. Wir sind aber zufrieden. Stell dir mal vor, wir würden nur für ’nen Kasten Bier in Zürich spielen. Das geht nicht!
Spaß an der Musik ist eine Sache, aber beschreibt mal das Gefühl auf Tour zu sein genauer!
Thomas: Bei unserer Richtung ist es toll, dass wir eine große Familie sind. Wir sind mit vielen Bands befreundet, da gibt es keinen Neid. Das tollste ist, dass wir mit unseren Lieblingsbands gemeinsam auftreten können. Da sind Bands aus Europa oder den USA dabei, die finden wir selbst cool und hören deren Musik. Plötzlich machen wir mit denen eine Show. Das ist großartig. Hinterher hängen wir noch ab, trinken etwas, oder gehen noch mal richtig feiern. Das alles zusammen wäre bei mir auf Platz Eins der Top-Five mit einer Band unterwegs zu sein.
Das hört sich nach Netzwerken an!
Thomas: [Schmunzelt] Die Hälfte in dem Business sind Telefonnummern. Man telefoniert, lädt sich gegenseitig zu Konzerten ein, kommuniziert einfach. Das geht natürlich auch über MySpace.
Touren die amerikanischen Bands nicht sowieso gerne in Europa?
Matthias: Absolut. In den USA ist es scheiße zu touren.
Thomas: Die freuen sich tierisch nach Deutschland zu kommen.
Matthias: Die haben zu Hause zu viele Beschränkungen. Du darfst das nicht machen, du darfst dieses nicht auf der Bühne sagen. Ich glaube, als Christenband hast du es leichter in den USA. Wir verurteilen diese Situation oder irgendeine Band aber nicht. [Guckt Thomas an] Wir haben überhaupt keine Hassband.
Thomas: Es ist alles gut mit den anderen Bands.
Jetzt quatschen wir schon so lange und ich weiß nichts über eure Funktionen innerhalb der Band.
Thomas: Ich spiele Schlagzeug.
Matthias: Ich brülle.
Wie bleibt ihr auf der Tour im Zeitrahmen? Gibt es jemanden, der da auf euch aufpasst?
Thomas: Wir bezeichnen unseren Bassisten Sebastian als Bandpapa.
Matthias: Der ist da schon strikt. Schlafen, duschen, Abfahrt.
Thomas: Obwohl nicht immer alles glatt läuft. Wir sind mal in Jena fünf Minuten vor Konzertbeginn angekommen, da wir im Stau standen. Uns ist das aber nicht so bewusst gewesen. Nach der Ankunft bin ich dann erstmal auf die Toilette und plötzlich hörte ich den Veranstalter durchs Mikro: „Die nächste Band ist Versus The Throne!“
Matthias: [Lacht] Aber das war ein großartiges Konzert. Das war super!
Ihr seid bald auf großer Europa-Tour. Bleibt euch Zeit die Tour-Städte zu besichtigen?
Thomas: Super, dass du diese Frage stellst. Ich bin wohl der einzige in der Band, der auf Kultur steht. Wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde ich das viel öfters machen.
Matthias: Wir anderen gehen auch mal shoppen, oder Kaffee trinken. Meistens bleibt es aber doch nur beim Essen, Laptop und Veranstalter kontaktieren.
Thomas: Wir waren mal in Brügge. Eine wunderschöne Stadt. Wir sind mit dem Bulli zum Veranstaltungsort und an den Fenstern flog draußen eine richtig coole Stadt vorbei. Ich wollte unbedingt aus diesem Bulli raus.
Und?
Thomas: Keine Chance. Wir mussten zum Veranstalter. Aber das können wir ruhig festhalten. Sight Seeing und Kultur ist definitiv auf Platz Zwei der Vorteile mit einer Band unterwegs zu sein.
Zum Schluss noch mal eine komische Frage. Lasst ihr eure englischen Texte auf Fehler korrigieren?
Thomas: Das ist sogar eine sehr gute Frage.
Matthias: Ich bin in den USA aufgewachsen und Freunde von uns studieren Englisch. Die Fehlerquote ist da nicht abgeschafft, aber doch gering.
Thomas: Ich glaube, die meisten deutschen Bands haben in ihren englischen Texten gravierende Fehler, aber das ist doch egal. Wir werden vom Inhalt und Gefühl her nie Texte schreiben wie ein Engländer oder Amerikaner. Der Spaß an der Musik zählt.
Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß auf dem Weg durch Europa!
Matthias: [Lacht] Du warst also auf unserer MySpace-Seite!
Eine andere offizielle Bandseite hab’ ich nicht gefunden!
Thomas: Das ist auch richtig so. Keine Sau hat heute noch ’ne Band-Page. MySpace-Seiten sind heutzutage das Wichtigste. Da kannst du alles machen, was dich als Band am Leben hält. Musik präsentieren, Fotos und Videos zeigen, Verlinkungen setzen, über neue Auftritte informieren …
Ihr habt 5627 MySpace-Freunde.
Matthias: Wow! Das wusste ich nicht.
Thomas: Das ist doch ’ne coole Zahl und auch noch wichtig. Es ist super, wenn du mal kurz einen Newsletter an 5000 Leute rausschicken kannst, die deine Musik mögen.
Wir waren bei Breakcore. Ihr beschreibt eure Musik als Hardcore, Metal und Breakcore. Was ist Breakcore???
Matthias: Breakcore hat überhaupt nichts mit unserer Musik zu tun!
Wie bitte?
Matthias: [Lacht] Ja! Breakcore ist mehr so die elektronische Schiene. Also, mehr die Acid-Schranz-Technorichtung.
Thomas: Viele Hardcore-Bands schreiben das auf ihre MySpace-Seite. Es ist einfach nur ein Gag. Bringt aber trotzdem auch einiges!
Wieso?
Matthias: Auf der Internetplattform MySpace gibt es auch Musik-Charts. Je mehr deine Fans dich hören, desto höher steigt man in den Charts. Das hat nun zur Folge, dass wir auch in den Breakcore-Platzierungen steigen, auch schon Platz Eins waren. Um uns herum nur Techno-Acts.
Thomas: Das ist echt witzig, wenn du dir die Top-Ten anschaust und wir irgendwie damit drinhängen.
2009 war bei euch viel los. Erzählt mal!
Thomas: Anfang 2009 waren wir an einem Punkt angelangt, an dem wir dachten, dass da noch irgendetwas mehr sein muss. Mehr in unserer Musik, mehr in unserer Band. Mit unserem alten Namen haben wir angefangen: „Blood Spencer“ wurde in Rente geschickt und „Versus The Throne“ war geboren.
Schade! Der alte Name hatte was.
Thomas: Aber genau das ist das Ding. Es gibt in Deutschland, auf der gesamten Welt, einfach zu viele lustige Bandnamen. Wir wollten raus aus diesem Pott. Hinter jeder Musik steht eine gewisse Aussage. So war und ist das auch bei uns. Da passte Blood Spencer nicht mehr.
Matthias: Der Name war nicht die einzige Neuerung. Eine neue Booking-Agentur und ein neues Label kamen auch noch hinzu. Schon war der komplette Neustart perfekt, obwohl wir immer noch „unsere“ Musik machen. Wir sind erfahrener geworden, haben Ecken und Kanten bekommen.
Wie war die Reaktion eurer Fans?
Thomas: Da gab es bestimmt einige, die das nicht so ganz verstanden haben, aber insgesamt ist die Resonanz gut. Einige Menschen haben uns bestimmt nun länger im Internet gesucht, aber das pendelt sich auch ein. Der neue Name ist doch auch einprägsam.
Eine Booking-Agentur hat nicht jeder. Wie lief das bei euch?
Matthias: Unsere neue Agentur sitzt in Berlin. Die haben uns damals bei einem Konzert gesehen, fanden uns live sehr gut und so kamen wir ins Gespräch. Das war eine feine Sache.
Thomas: Bei der gleichen Agentur sind auch „Hardcore-Dinosaurier“ wie „Agnostic Front".
Jetzt habt ihr alle Zeit der Welt und die Jungs aus Berlin holen euch die Konzerte ran?
Thomas: [Lacht] So einfach ist es dann auch nicht. Trotzdem ist es super eine Booking-Agentur im Rücken zu haben. Die nehmen uns schon viel ab und machen ihren Job hervorragend. Die Veranstalter melden sich bei der Agentur und die stellt dann einen Terminkalender zusammen. Dieser wirddann natürlich noch mit uns abgesprochen.
Was könnte euch denn nicht in den Kram passen?
Matthias: Wenn wir am anderen Tag eine Uni-Klausur schreiben, können wir natürlich nicht vorher irgendwo in Deutschland einen Auftritt haben. Außerdem würden wir auch nie auf einer radikalen Veranstaltung spielen. Wir lassen uns da nicht in eine Schublade zwängen.
Thomas: Manchmal gibt es wirklich wichtige Termine, die mit dem Tourplan kollidieren.
Beim Jugendfußball hieß es immer: Fußball geht vor und ein Geburtstag ist auch noch abends.
Thomas: [Schmunzelt] Das stimmt! Geburtstag hat man einen ganzen Tag. Da geht die Musik vor. Schwierig wird das natürlich, wenn die Freundin Geburtstag hat.
Matthias: Oh ha! Lass uns lieber über etwas anderes sprechen, obwohl wir fast alle in total glücklichen Beziehungen sind [lacht].
Jeder von euch steckt mitten im Studium. Könnt ihr das durch die Musik finanzieren?
Thomas: Ganz und gar nicht. Im Grunde leben wir von der Hand in den Mund was unsere Musik betrifft. Das, was wir einspielen, geht sofort irgendwo drauf: Benzin für den Tour-Bulli, Anschaffung von neuem Merch und Equipment. Wenige Metalbands bekommen mal eben 2000 Euro für einen Auftritt.
Matthias: Wir werden niemals davon leben können.
Aber so ganz schlecht geht es euch doch auch nicht.
Thomas: Ich sehe unsere Touren immer als bezahlten Urlaub an.
Matthias: [Lacht] Das liegt daran, weil du nie etwas machst. Die Arbeit bleibt an uns anderen hängen. Mal im Ernst. Touren ist super, Konzerte geben ist super, aber wir kommen am Ende meist auf Null raus.
Thomas: Schlecht geht es uns auch nicht, wir können aber mit der eingespielten Kohle keine großen Sprünge machen. Wir sind aber zufrieden. Stell dir mal vor, wir würden nur für ’nen Kasten Bier in Zürich spielen. Das geht nicht!
Spaß an der Musik ist eine Sache, aber beschreibt mal das Gefühl auf Tour zu sein genauer!
Thomas: Bei unserer Richtung ist es toll, dass wir eine große Familie sind. Wir sind mit vielen Bands befreundet, da gibt es keinen Neid. Das tollste ist, dass wir mit unseren Lieblingsbands gemeinsam auftreten können. Da sind Bands aus Europa oder den USA dabei, die finden wir selbst cool und hören deren Musik. Plötzlich machen wir mit denen eine Show. Das ist großartig. Hinterher hängen wir noch ab, trinken etwas, oder gehen noch mal richtig feiern. Das alles zusammen wäre bei mir auf Platz Eins der Top-Five mit einer Band unterwegs zu sein.
Das hört sich nach Netzwerken an!
Thomas: [Schmunzelt] Die Hälfte in dem Business sind Telefonnummern. Man telefoniert, lädt sich gegenseitig zu Konzerten ein, kommuniziert einfach. Das geht natürlich auch über MySpace.
Touren die amerikanischen Bands nicht sowieso gerne in Europa?
Matthias: Absolut. In den USA ist es scheiße zu touren.
Thomas: Die freuen sich tierisch nach Deutschland zu kommen.
Matthias: Die haben zu Hause zu viele Beschränkungen. Du darfst das nicht machen, du darfst dieses nicht auf der Bühne sagen. Ich glaube, als Christenband hast du es leichter in den USA. Wir verurteilen diese Situation oder irgendeine Band aber nicht. [Guckt Thomas an] Wir haben überhaupt keine Hassband.
Thomas: Es ist alles gut mit den anderen Bands.
Jetzt quatschen wir schon so lange und ich weiß nichts über eure Funktionen innerhalb der Band.
Thomas: Ich spiele Schlagzeug.
Matthias: Ich brülle.
Wie bleibt ihr auf der Tour im Zeitrahmen? Gibt es jemanden, der da auf euch aufpasst?
Thomas: Wir bezeichnen unseren Bassisten Sebastian als Bandpapa.
Matthias: Der ist da schon strikt. Schlafen, duschen, Abfahrt.
Thomas: Obwohl nicht immer alles glatt läuft. Wir sind mal in Jena fünf Minuten vor Konzertbeginn angekommen, da wir im Stau standen. Uns ist das aber nicht so bewusst gewesen. Nach der Ankunft bin ich dann erstmal auf die Toilette und plötzlich hörte ich den Veranstalter durchs Mikro: „Die nächste Band ist Versus The Throne!“
Matthias: [Lacht] Aber das war ein großartiges Konzert. Das war super!
Ihr seid bald auf großer Europa-Tour. Bleibt euch Zeit die Tour-Städte zu besichtigen?
Thomas: Super, dass du diese Frage stellst. Ich bin wohl der einzige in der Band, der auf Kultur steht. Wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde ich das viel öfters machen.
Matthias: Wir anderen gehen auch mal shoppen, oder Kaffee trinken. Meistens bleibt es aber doch nur beim Essen, Laptop und Veranstalter kontaktieren.
Thomas: Wir waren mal in Brügge. Eine wunderschöne Stadt. Wir sind mit dem Bulli zum Veranstaltungsort und an den Fenstern flog draußen eine richtig coole Stadt vorbei. Ich wollte unbedingt aus diesem Bulli raus.
Und?
Thomas: Keine Chance. Wir mussten zum Veranstalter. Aber das können wir ruhig festhalten. Sight Seeing und Kultur ist definitiv auf Platz Zwei der Vorteile mit einer Band unterwegs zu sein.
Zum Schluss noch mal eine komische Frage. Lasst ihr eure englischen Texte auf Fehler korrigieren?
Thomas: Das ist sogar eine sehr gute Frage.
Matthias: Ich bin in den USA aufgewachsen und Freunde von uns studieren Englisch. Die Fehlerquote ist da nicht abgeschafft, aber doch gering.
Thomas: Ich glaube, die meisten deutschen Bands haben in ihren englischen Texten gravierende Fehler, aber das ist doch egal. Wir werden vom Inhalt und Gefühl her nie Texte schreiben wie ein Engländer oder Amerikaner. Der Spaß an der Musik zählt.
Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß auf dem Weg durch Europa!


Kommentare
Bisher wurden keine Kommentare abgegeben.