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(22.11.2007 08:00 Uhr)

"Er hätte großen Spaß gehabt!"



Skulpturen - Streit

Bernd Drücke in jungen Jahren an der Seite Paul Wulfs.Dr. Bernd Drücke (Freundeskreis Paul Wulf) – und Sie?

Meine Meinung: Die Angelegenheit ist ein politischer Skandal.

Zur Erklärung: Der Paul Wulf-Freundeskreis hat sich 1999 nach Paul Wulfs Beisetzung zusammengefunden. Wir fühlen uns verpflichtet, den Nachlass unseres Freundes aufzuarbeiten und die Erinnerung an ihn wach zu halten. Es wäre sicher in Paul Wulfs Sinn, wenn die Skulptur in Münster bleiben könnte. Er hätte großen Spaß an ihr gehabt. Es ist auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster, wenn die Skulptur hier bleibt. CDU und FDP machen einen großen Fehler, wenn sie die Entscheidung ihrer Vertreter im Kulturausschuss nicht revidieren.

Ich glaube, dort waren Kunstbanausen am Werk, die sich nicht ernsthaft mit der Skulptur beschäftigt haben. International gesehen ist das Ganze eine Provinzposse. Die Kunstszene hat sich weltweit darüber empört. Das ist nicht nur ein lokalpolitischer Skandal, sondern auch etwas, was die Stadt Münster als provinzielles Nest dastehen lässt. Die beliebte Skulptur hat es u.a. auf die Titelseite der „International Herald Tribune“ geschafft. Wem aus Münster ist das schon gelungen?

Die CDU- und FDP-Vertreter im Kulturausschuss haben sich offenbar noch gar nicht richtig mit dem Leben Paul Wulfs auseinander gesetzt. Denn sonst wüssten sie, dass er sich nicht nur als Opfer empfunden hat, sondern auch als Kämpfer, der wichtige Themen an die Öffentlichkeit gebracht hat. Themen, die auf der Skulptur und auf der dazugehörenden Internetseite www.uwz-archiv.de dokumentiert werden.


Kommentare

Kommentar von G.L.:
(23.11.2007 09:17 Uhr)

Der WDR hat einen neuen Mediendienst eingerichtet, deshalb ist jetzt sein Regionalbeitrag zum Skulpturenstreit auch online verfügbar: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2007/11/15/lokms_01.xml

Außerdem berichtete 'WDR Lokalzeit Münster', daß die Westfälische Wilhelmsuniversität Münster sich verstärkt um die Erforschung ihrer Geschichte im Natioanlsozialismus bemühen will(mit Vergabe von Doktorarbeiten in verschiedenen Instituten etc.). 'Hintergrund ist der Fall des Rassenhygenikers Jötten, nachdem eine Straße benannt wurde.' Informatinen zu dem NS-Arzt Karl-Wihlem-Jötten und dem Versuch einer Straßenumbenennung unter: http://de.indymedia.org/2007/05/179441.shtml

 


Kommentar von unbekannt:
(27.11.2007 12:57 Uhr)

wochenschau?

wo ist der beitrag münsters vergangenheit?

vermisse es


Kommentar von Idetrorce:
(16.12.2007 00:22 Uhr)
very interesting, but I don't agree with you Idetrorce
Kommentar von sven:
(16.12.2007 15:12 Uhr)

Böll wäre nun 90 Jahre.

"Böll ist erste Sahne,wären da nicht die Romane"

Zitat-Ende


Kommentar von rainer kühn:
(19.12.2007 00:26 Uhr)
wagner rosler: politische kunst? im nachhinein nur, und nicht durch die artefakte selber. die waren eher schwach und bestens gut gemeint. - das konträre gespräch kommt also nicht durch die qualität der kunst zustande, sondern durch die selbsttätige disqualifikation der politik. - wehrmann war doch viel tagespolitischer, kapitalismuskritischer, und als kunst zu wehrmanns thema trockels hecke doch viel mehr! kunstverständige deppen hätten die abreißen wollen müssen. aber in münster verstehen sie nur bahnhof. wären sie nur da in den pavillion von pernice gegangen.
Kommentar von unbekannt:
(04.01.2008 01:43 Uhr)

ach skuptur, du projekt:
hast mal wieder an der stadt geleckt!

war so schÖn, letzten sommer:
kannst 2017 wiederkommer.


Kommentar von kambach:
(30.08.2008 16:15 Uhr)
ach du liebe kunst!

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Kommentare

Kommentar von unbekannt

(19.08.2010 22:04 Uhr)

Ist dieser hübscher Kerl vergeben?
» Kommentare zum Interview
Kommentar von moni

(15.08.2010 20:05 Uhr)

guido ♥ die kluftpuppe ist auf sparflamme geworfen :D
» Kommentare zum Interview
Kommentar von roulette system

(12.08.2010 20:24 Uhr)

Irgend ne Ahnung wie sehr das verallgemeinerbar ist?
» Kommentare zum Beitrag
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